Lebensberaterin Heike Ellen Pieper legt für die Altmärker drei Tarot-Karten

„Heute wird ein guter Tag“

Heike Ellen Pieper mit den drei Karten für heute, Freitag, den 13.: „Das böse Erwachen“ steht für eine Erkenntnis, die Sonne für einen fröhlichen, guten Tag und der Magier weiß: „Jeder ist seines Glückes Schmied“. Foto: Meineke

Altmark / Jeggeleben. Freitag, der 13. – ein Pech- oder ein Glückstag? Heike Ellen Pieper, Lebensberaterin und Besprecherin, hat für die Altmark die Tarot-Karten gelegt und ein so genanntes Orakel erstellt.

Beim Blick auf die erste Karte, die irgendwie düster wirkt, wird ihre Mine ernst: „Das böse Erwachen“. Doch schnell wird klar: Dieses Erwachen ist positiv gemeint, denn viele Menschen würden heute die Erkenntnis erlangen, sich in ihrem Leben zu sehr in Ängste und Sorgen verstrickt zu haben. Einsicht als erster Weg zur Besserung? „Natürlich“, sagt Heike Ellen Pieper, denn die Erkenntnis, dass wir so viele schöne Dinge im Leben haben, mache Mut. Und genau das sei die Aussage des „bösen Erwachens“.

„Ich kann allen die Angst nehmen“, kommentiert die Besprecherin die zweite Karte, die eine strahlende Sonne zeigt. Sie steht für einen fröhlichen und schönen Tag. Und auch Karte Nr. 3 scheint irgendwie in dieses Bild zu passen. Sie zeigt einen Magier, der um das Innere, die Seele, weiß und die Erkenntnis, das Leben bewusster zu leben, unterstreicht. „Jeder ist seines Glückes Schmied“, sagt die 47-Jährige. Der Magier steht aber auch noch für etwas anderes: Wer seine eigene Stärke verleugnet, verleugnet auch seine innere Kraft. Diese Kraft anzunehmen und zu nutzen, ist die Botschaft für heute.

Insgesamt gesehen „steht den Altmärkern eine positive Entwicklung bevor“, prognostiziert die Jeggelebenerin mit dem Nachsatz: „Wenn sie das Leben positiv angehen.“

Manche Menschen, so weiß die Lebensberaterin, haben am Freitag, dem 13., eine Phobie. Betrachtet man aber den Ursprung dieses angeblichen Unglückstages, so kehrt sich das Ganze ins Gegenteil um:

Die 13 ist eine Glückszahl

Mit Blick in die germanischen Traditionen ist es nämlich eher so, dass die 13 eine Glückszahl ist. Und: Bevor es unser Dezimalsystem gab, war das Dutzend (12) ein Ganzes – und 13 etwas Besonderes. Während der schwarze Rabe heute oft als Symbol für den „Pleitegeier“ gesehen wird, war er bei den Germanen ein Glückssymbol. „Eulen standen für Weisheit“, sagt die Schamanin. In Japan und in der jüdischen Tradition ist die 13 ebenfalls eine Glückszahl. Und: Nach dem Juni-Solarkalender gab es 13 Monate – bei Völkern, die diesen Kalender verwendeten, galt die 13 gar als heilige Zahl.

Heike Ellen Pieper kennt viele abergläubische Sprüche auch aus ihrer Kindheit: „Wer morgens singt, den holen abends die Katzen“, habe ihre Mutter oft zu ihr gesagt. Ihre Interpretation: „Meine Mutter wollte wahrscheinlich nicht, dass ich ihr mit meinem Gesang morgens schon auf den Geist gehe.“ Eine „Weisheit“ hat sie aber angenommen: Wenn der Kuckuck zum ersten Mal ruft, sollte man Geld in der Tasche haben.

Was es mit den typischen Glücksbringern auf sich hat, weiß die Beraterin auch: Der Schornsteinfeger ist ein Glücksbringer, weil er tatsächlich Glück brachte: War nämlich der Schornstein verstopft, konnten die Menschen nicht kochen und heizen. Und das Kleeblatt bringt Glück, weil es einfach so selten ist – Glück, wenn man es gefunden hat. Auch Störche bringen Glück – als Symbol der Fruchtbarkeit.

Von Ulrike Meineke

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