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Hendrik Stiller einstimmig nominiert

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Von: Holger Benecke

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Hendrik Stiller, CDU © Privat

Hendrik Stiller wurde am Mittwochabend von allen 31 anwesenden CDU-Mitgliedern als ihr Bürgermeisterkandidat gewählt. Die Wahl dazu soll in Salzwedel am 6. November über die Bühne gehen, so hat der Hauptausschuss empfohlen. Eine mögliche Stichwahl fällt damit makabererweise auf den Totensonntag, 20. November.

Salzwedel - Das könnte zumindest für die Wahlhelfer – zur Bundestagswahl waren das in Salzwedel 236 Männer und Frauen – Schwierigkeiten bereiten, weil sie an diesem hohen Tag dann nicht die Ruhestätten ihrer lieben Hinterbliebenen besuchen können.

Zur Erinnerung: Drei Fraktionen – die Linke, die Freie Fraktion und Bündnis 90 / Die Grünen – hatten zuerst den Antrag gestellt, dass am 25. September gewählt werden könne, eine eventuelle Stichwahl dann auf den 9. Oktober fällt. Damit wären keine Ereignistage wie Nysmarkt oder Totensonntag betroffen gewesen. Doch das hätte die Stadtverwaltung, aus deren Reihen zahlreiche Wahlhelfer kommen, nicht hinbekommen, weil zu viele Mitarbeiter im bereits zu Jahresbeginn geplanten Urlaub seien, hatte Hauptamtsleiter Matthias Holz erklärt und zugleich den 6. / 20. November vorgeschlagen.

Ein anderer Termin ist die Abgabe der Bewerbungen für das Bürgermeisteramt. Auch dazu gibt es einen Verwaltungsvorschlag: Es ist der 10. Oktober. Denn laut Kommunalwahlgesetz beginnt die Einreichungsfrist am Tag nach der Stellenausschreibung und darf frühestens am 27. und spätestens am 20. Tag vor dem Wahltag enden. Damit müsste das Ende der Kandidateneinreichung zwischen dem 17. und dem 17. Oktober datiert werden. Und das will der Stadtrat in seiner nächsten Sitzung am 1. Juni festlegen.

Die offizielle Amtszeit von Bürgermeisterin Sabine Blümel endet am 15. März nächsten Jahres. Natürlich kann auch sie noch einmal in den Ring beim Kampf um das Stadtoberhaupt treten. Ob sie das will, lässt sie derzeit noch offen und blickt auf das Ende der Bewerbungsfrist. „Der Termin ist noch weit weg“, sagte sie der AZ.

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Volker Reinhardt, Einzelbewerber © B. Zahn

Damit stehen neben Hendrik Stiller (CDU) noch zwei weitere Kandidaten auf der Bürgermeistermatte: Volker Reinhardt und Renee Sensenschmidt sind beide Stadträte der Freien Fraktion, wollen aber bislang als Einzelkandidaten antreten. Die Freien wollen aus der Wählergemeinschaft heraus keinen Kandidaten nominieren, sagte Fraktionschef Nils Krümmel.

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Renee Sensenschmidt, Einzelbewerber © Benecke, Holger

Eine weitere, offizielle Nominierung steht bei der SPD an. Jedoch sind sich die Genossen noch nicht einig. Neben dem frisch in den Stadtrat eingerückten Toni Winkelmann, der der SPD-Fraktion damit den Beinamen „Dorf bis Stadt“ eingebracht hat, soll sich noch ein weiterer Kandidat gemeldet haben. Doch das wollen die Sozialdemokraten erst einmal unter sich auskegeln, bevor dann einer von ihnen in den Ring steigen wird, kommentierte SPD-Ortsvereinschef Robert Drews.

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Toni Winkelmann, SPD © Hiersche, Paul

Ein weiterer Kandidat für das Bürgermeisteramt muss noch von der Basis nominiert werden, wurde aber schon vom Bundestagsabgeordneten Gregor Gysi (Linke) am 25. Januar in Salzwedel als solcher bezeichnet: Marco Heide, ebenfalls ein Salzwedeler Stadtrat.

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Marco Heide, Linke © B. Zahn

Die Wählergemeinschaft Salzwedel Land will keinen Kandidaten ins Rennen schicken. „Mit Daniel Schaefer ist uns ein Hoffnungsträger weggebrochen“, sagt Wolfgang Kappler. Schaefer war stellvertretender Stadtratsvorsitzender und jüngster Stadtrat in Salzwedel. Er ist aus der Region verzogen und steht nicht mehr zur Verfügung. Eine Empfehlung, welchen Kandidaten sie unterstützen könnten, lassen sich die Land-Wähler bis nach dem Abgabetermin noch offen, so Kappler.

Auch die AfD und Bündnis 90 / Die Grünen haben bislang nicht vor, jemanden für die Bürgermeisterwahl aufzustellen. Wobei die Grünen noch überlegen, wen sie unterstützen wollen, gab Martin Schulz zu verstehen.

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