380-mal hitzebedingt ausgerückt: Landrat dankt den Ehrenamtlichen

Heißer Sommer auch für Feuerwehr-Einsatzkräfte

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Fast täglich rückten Aktive der 136 Freiwilligen Feuerwehren im Altmarkkreis in diesem Sommer zu Stoppel- und Waldbränden aus. So wie am 12. Juli bei Ellenberg. Aufgrund der anhaltenden Dürre ist die Brandgefahr nach wie vor hoch.

mit Altmarkkreis Salzwedel. Den aktuellen Sommer – ein Jahrhundertsommer – werden viele Altmärker nicht so schnell vergessen. Strahlend blauer Himmel und Sonne satt hatten jedoch nicht nur Vorteile.

Unter der anhaltenden Hitze und der damit bedingten Trockenheit litten Menschen, Tiere, Landschaft und Sachgegenstände. Insbesondere die 3126 Einsatzkräfte der insgesamt 136 Freiwilligen Feuerwehren des Kreises werden sich wohl noch lange an die sommerliche Hitzeperiode erinnern.

Landrat Michael Ziche dankt den Feuerwehren für ihren unermüdlichen Einsatz im Jahrhundertsommer.

So gab es, wie eine nun vom Altmarkkreis vorgelegte Statistik zeigt, deutlich mehr Einsätze für die Ehrenamtlichen. Brände mussten gelöscht, Menschen und Tiere gerettet werden. Insgesamt rückten die Wehren zwischen Anfang Mai und Mitte August auf Grund der Trockenheit und der Hitze 380-mal aus (siehe Infokasten). Insgesamt, so zeigt die Einsatzstatistik, waren in dem knapp 16 Wochen umfassenden Zeitraum 8811 Feuerwehrmänner und -frauen im Einsatz. 1801 Fahrzeuge rückten dafür aus.

„Wir haben in den letzten Monaten eine Extremsituation erlebt – die Hitze führte zu außergewöhnlich vielen Notsituationen. Die Feuerwehren waren sehr stark strapaziert. Ich möchte allen Feuerwehrkameraden an dieser Stelle ausdrücklich für ihre Einsatzbereitschaft und die vielen guten Taten im Landkreis danken“, erklärte nun Landrat Michael Ziche in einem Gespräch mit Einsatzkräften. Und weiter: „Es handelt sich um Einsatzkräfte, die dann aktiv werden, wenn der Bürger oder die Bürgerin nicht mehr helfen können, wenn fachliches Rettungswissen gefragt ist und geschultes Personal in Gefahrensituationen weiß, was wann wie und wo getan werden muss, um Leben zu retten oder Sachschäden zu vermeiden.“

Neben der komplexen Vorbereitung der Feuerwehrtechnik, um eine ständige Einsatzbereitschaft aufrechtzuerhalten sowie ständige Schulungen, ist auch die Nachbereitung von Einsätzen mit viel Arbeit verbunden. Das sind Arbeitsparts, so weiß auch Ziche, die viele Menschen, die mit der Feuerwehrmaterie nicht betraut sind, oft vergessen. Vor allem aber der Einsatz an den Brandstellen fordere die Feuerwehrleute stark heraus – oft bis an die körperlichen und psychischen Grenzen der Belastbarkeit.

Eine Liste mit den genauen Einsatzzahlen pro Ort steht heute (20. August) in der gedruckten Ausgabe sowie im E-Paper.

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