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Was bei einer Trauung zu beachten ist

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Von: Lydia Zahn

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2021 ließen sich 84 Paare in Salzwedel trauen, 2020 waren 96 und 2019 noch 100. © dpa

Die Zahl der Trauungen in Salzwedel geht weiter zurück. Daran ist die Pandemie nicht ganz unschuldig. Doch was muss bei einer Hochzeit während Corona beachtet werden?

Salzwedel – Weniger Trauungen – das zeigt ein Blick auf die Zahlen des Standesamtes Salzwedel. So gaben sich vergangenes Jahr 84 Paare das Ja-Wort. 2020 waren es 96, also zwölf mehr. Und 2019 sogar noch 100. Schaut man zehn Jahre zurück, lag die Zahl der Eheschließungen bei 125.

Klar ist, die Corona-Pandemie ist nicht ganz unschuldig an diesem Rückgang. Wer trägt schon gerne an diesem einen besonderen Tag eine Maske oder will an etwas wie Sicherheitsabstände denken. Denn diese Regeln müssen im Rathaus eingehalten werden. Die Maske darf allerdings bei genügend Abstand von eineinhalb Metern während der Zeremonie abgesetzt werden, erklärt Stadtsprecher Andreas Köhler auf AZ-Nachfrage.

Beschränkte Gästezahlen

Egal auf welchen Standort die Wahl für die Zeremonie fällt – Tauzimmer, Mönchskirche oder Märchenpark – es gilt die 3G-Regel. Dabei dürfen je nachdem wo geheiratet wird, unterschiedlich viele Gäste eingeladen werden. Im Trauzimmer im Standesamt sind es maximal 14 Personen, die das Paar mitbringen darf. In der Mönchskirche sind 30 und im Bastel- sowie Waldhaus des Märchenparks sind je 20 und 35 Gäste erlaubt, teilt Köhler mit.

Von den 84 Getrauten im Jahr 2021, kamen 13 Paare nicht aus dem hiesigen Standesamtbezirk. „Im Gegenzug dazu hat das Salzwedeler Standesamt sieben Anmeldungen an andere Standesämter weitergeleitet“, berichtet der Stadtsprecher.

Unter anderem entschlossen sich die Liierten für eine Trauung in Bamberg (Bayern), Meißen (Sachsen), Norderney (Ostfriesische Insel) oder Ludwigslust (Mecklenburg-Vorpommern). Außerdem merkten sich zehn Paare einen Termin für 2021 vor, bekamen dann aber doch noch kalte Füße, bevor es ernst wurde. „Die Anmeldungen wurden coronabedingt abgesagt“, erklärt Andreas Köhler.

Für einen gemeinsamen Familiennamen entschieden sich 71 der insgesamt 84 Paare. 62 wählten dabei den Nachnamen des Mannes, also 73,8 Prozent. Den Nachnamen des Ehemanns als Begleitnamen wählte ein Paar, den Begleitnamen der Ehefrau wählten fünf Paare.

Unter den 84 Eheschließungen waren auch drei gleichgeschlechtliche Trauungen. Die erste gleichgeschlechtliche Eheschließung in Salzwedel fand laut Köhler übrigens im Jahr 2008 statt.

Online-Trauungen sind keine möglich

Und auch wenn gerade vieles wie die Arbeit oder der Unterricht über das Internet und den PC zu Hause ablaufen, eine Online-Trauung ist trotzdem nicht möglich. „In Deutschland gilt eine Ehe nur dann als geschlossen, wenn die Ehe von einem Standesbeamten geschlossen wird. Das Paar muss dabei persönlich und gleichzeitig vor dem Standesbeamten anwesend sein“, merkt Köhler an.

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