Heike Schmidt macht grausigen Fund / Ordnungsamt vor Ort, aber der Kadaver liegt immer noch da

Hund im blauen Sack entsorgt

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Der Kadaver war stark verwest. Auch gestern Abend war er noch nicht entsorgt worden.

Salzwedel / Böddenstedt. Heike Schmidt hat vorgestern Abend einen grausigen Fund gemacht, als sie mit ihren Hunden, zwei Jack-Russell-Terrier, spazieren ging.

An einem Plattenweg kurz hinter Böddenstedt in Richtung Kemnitz stieß sie auf einen Hundekadaver, entsorgt in einem blauen Sack.

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„Ich kriege immer noch Gänsehaut, wenn ich daran denke“, sagte die Salzwedelerin gestern. Zunächst hatte sie eine Hundepfote gefunden, die mitten auf dem Weg lag. Weil es „fürchterlich stank“, suchte sie weiter – und entdeckte schließlich den schon ziemlich verwesten Kadaver eines Hundes in einem blauen Sack. „Der Sack war aufgerissen“, schildert sie, vermutlich hatte sich bereits ein Fuchs an dem Kadaver zu schaffen gemacht und möglicherweise auch die Pfote auf den Weg gezogen.

In diesem Müllsack wurde der Hund entsorgt.

„Das muss ein ziemlich markanter Hund gewesen sein“, hofft die 45-Jährige, dass derjenige, der das Tier auf diese Weise entsorgt hat, gefunden wird. Heike Schmidt tippt auf einen Jack Russel „oder kleiner“. Was sie von dem verwesten Kadaver noch erkennen konnte, war das mausgraue Fell und die eine auffallend gelbe Pfote. „So, wie der Sack da lag, wurde er vermutlich einfach aus dem Kofferraum in die Landschaft gefeuert“, vermutet die Salzwedelerin, die für diese Aktion nur ein Wort findet: „Abartig!“

Die Tierfreundin hat sofort den Notruf gewählt und landete beim zentralen Notruf in Magdeburg. „Erklären Sie denen mal, wo das ist“, glaubte die Salzwedelerin nicht daran, dass schnell jemand kommt, um das Tier fachgerecht zu entsorgen. Aber: „Es ging recht fix“, schildert sie, über die Klötzer Leitstelle war das städtische Ordnungsamt alarmiert worden, das auch sofort einen Mitarbeiter rausschickte. Der nahm den Kadaver allerdings nicht gleich mit (Heike Schmidt: „Den hätte niemand so in seinem Auto transportiert“). Gestern Abend lag der verweste Hund immer noch da.

Von Ulrike Meineke

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