Biwak in Berge: Bester „Altmark“-Schütze ohne Wertung / Haldenslebener Sieg

Hauptmann Baldus eroberte Kahnberg im Gewaltmarsch

Der Vize-Landesvorsitzende des Reservistenverbandes Sachsen-Anhalt, Oberstleutnant Hans Thiele (v.l.), zeichnete die besten Schützen aus: Christoph Schlüsselburg von der RK „Altmark“ holte Bronze, Ingo Lüdtke,Vorsitzender RK Neubokel (bei Gifhorn), Silber und Andreas Schröder von der RK Haldensleben Gold. Die Pokale (kl. Bild) fertigte – wie immer – Uwe Grasemann. Fotos (6): Jürges

Berge. Der sieggewohnte Uwe Grasemann – er ist so eine Art Michael Schumacher bei Schießwettbewerben – feuerte diesmal außerhalb der Wertung. So ging beim diesjährigen, dem 11. Kahnbergschießen mit Biwak, der Sieg nach Haldensleben.

Hauptgefreiter Andreas Schröder von der dortigen RK war nicht zu schlagen. Den 2. Platz nahm ein Niedersachse mit nach Hause: Obermaat Ingo Lüdtke. Dritter wurde Obergefreiter Christoph Schlüsselburg als bester Schütze der gastgebenden RK „Altmark“. Bei den Damen gab es am Ende folgende Platzierung: Britta Muskulus holte Bronze für die RK „Hansestadt Salzwedel“, Simone Grasemann Silber für die RK „Altmark“ und Gold nahm Legionärs-Gattin Antje Haeberling mit nach Berlin.

Das jährliche Camp der Reservistenkameradschaft (RK) „Altmark“ bei Berge ist ein heißumkämpfter Termin bei den ehemaligen Soldaten, denn die Plätze sind begrenzt. Doch auch diesmal waren die Dauergäste von den RK „Hansestadt Salzwedel“, „Albrecht der Bär“ Stendal, Haldensleben, „Otto von Guericke“ Universität Magdeburg, Neubokel (Niedersachsen) und Fremdenlegionär Wolfgang Lutze aus Berlin sowie die Forschungsgruppe 45 dabei. Einer der Teilnehmer wählte eine zutiefst soldatische Form der Anreise. Heinz Baldus kombinierte das Wochenend-Biwak mit einem Marsch. Die 15 Kilometer von Jävenitz bis Berge bewältigte der Hauptmann der Grenadiertruppe mit Sturmgepäck zu Fuß.

Vize-Landeschef und RK „Altmark“-Vorsitzender Hans Thiele hatte mit seinen Mannen wieder einen anstrengenden Tagesdienstablaufplan erarbeitet: Schießen mit Großkaliber und Sportbogen sowie mit Schrotflinten auf Wurfscheiben forderten Männer wie Frauen.

Außerdem musste – wie im Vorjahr auch – an einer Station Sanitätsdienst absolviert werden. Diesmal ging es um das korrekte Anlegen von Verbänden. Dabei unterstützten Torsten Mayer und Thomas Gust vom DRK-Sanitätszug die Truppe im Flecktarn. Doch auch die Frauen und Kinder waren mit Feuereifer dabei.

Nach dem anstrengenden Tag wurde gegrillt und am Lagerfeuer gefachsimpelt. Im Mittelpunkt standen militärische Themen und Persönliches. Und wie es sich für ein Biwak gehört, ging es für die Restnacht ins Zelt. Das Wecken klappte am Sonntag hervorragend – das Aufstehen dann doch nicht mehr so wie beim Bund. Der Frühsport fiel aus – das Frühstück nicht. Vor der Abreise wurde das Terrain wieder tipptopp auf Vordermann gebracht.

Von Holger Benecke

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare