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Harke und Feingefühl

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„Ich bin immer für die Trauernden da“, sagt Burkhardt Putzker. Ihre Wünsche sind ihm wichtig. © Fotos (3): Benecke

Salzwedel - Von Holger Benecke . Nach dem Frühjahrsputz muss alles für Ostern vorbereitet werden. Burkhardt Putzker hat alle Hände voll zu tun. Der Leiter des städtischen Perver-Friedhofs, der Angestellter des Wirtschaftshofes ist, ist Herr über 11 164 Grabstellen. Zu dem Areal gehören auch ein Soldaten-Friedhof, ein Ehrenhain der Sowjetarmee und ein polnischer Friedhof sowie die „grüne Wiese“ für anonyme Bestattungen. Letzteres ist ein Trend, der immer mehr zunimmt, weiß Putzker.

Neben seinen Arbeiten auf dem Friedhof sieht Burkhardt Putzker sich in erster Linie als Ansprechpartner für die Trauernden. „Für sie habe ich immer Zeit – egal, wann sie kommen –und jeder Wunsch wird erfüllt“, macht der Friedhofschef seine Maxime deutlich. „Man muss diplomatisch, feinfühlig und hilfsbereit sein und den Menschen zuhören. Sie haben es ohnehin schwer genug“, umreisst Putzker, für den Menschlichkeit im Mittelpunkt steht.

Zu seinen Aufgaben gehören auch das Vorbereiten der Trauerhalle und die Absprachen mit den Bestattern, damit die Beerdigungen in einem würdevollen festlichen Rahmen ablaufen. „Es gibt Tage, da habe ich mehr mit Telefonieren und Absprechen zu tun“, sagt der Friedhofschef, der diesen Job schon seit drei Jahren macht.

Und er macht ihn immer noch gern. Anderthalb Jahre hat er jedoch gebraucht, um sich an die Friedhofsarbeit zu gewöhnen: „Man hat ständig mit Trauer zu tun und ist den ganzen Tag alleine, hat niemanden zum Reden“, begründet Putzker und macht sich wieder an die Arbeit. Er muss Grabstellen einebnen und sich um die Pflegegräber kümmern.

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