Die letzte DDR-Schwimmhalle

Handwerker steigen Salzwedeler Badetempel aufs 30 Jahre alte Dach

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Die ersten Badegäste vor knapp 30 Jahren in der gerade eröffneten, neuen Salzwedeler Sportstätte, dem letzten Schwimmhallenbau der DDR.

Salzwedel – Der 23. Mai 1990 war ein Freudentag für die Salzwedeler. Die Stadt hatte endlich eine Schwimmhalle.

Es war der letzte Schwimmhallenbau der DDR, den Bürgermeister Siegfried Schneider und Landrat (damals Vorsitzender des Rates des Kreises) Klaus Merkewitz einweihten.

Die Schwimmhalle soll nach 30 Jahren ein neues Dach bekommen.

Mit dabei war bereits eine Delegation aus der Partnerstadt Uelzen, die von deren Stadtdirektor Udo Hachmann angeführt wurde. Die Salzwedeler nahmen ihr neues Badeparadies gleich am ersten Tag in Besitz.

Inzwischen hat die Salzwedeler Schwimmhalle bereits einige Sanierungen über sich ergehen lassen müssen. Der Bau ist in die Jahre gekommen. Erst am Mittwoch machte Norbert Block als Vorsitzender des Behinderten- und Rehabilitationssportvereins Salzwedel erneut Druck, die Beschallungsanlage, die seit zwölf Monaten kaputt ist, zu erneuern. Es sei für die Übungsleiter stimmlich nicht durchhaltbar, drei Stunden Wassergymnastik mit 30 Personen im großen Becken zu leiten, schilderte Block die Misere.

In einer anderen Frage ist die Schwimmhallensanierung da schon weiter. Die Stadt hat die Dachsanierung des Gebäudes ausgeschrieben. Und diese soll am 23. März beginnen und am 31. Juli abgeschlossen sein. In dieser Zeit müssen 1800 Quadratmeter neu eingedeckt werden. Und zwar mehrere Lagen. Fünf Zentimeter Bitumen, sechs Zentimeter Wärmedämmung und sieben Zentimeter Dampfsperre müssen bis auf die Dachunterkonstruktion abgetragen werden. Anschließend kann das neue Flachdach auf die Schwimmhalle gebaut werden.

VON HOLGER BENECKE

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