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Salzwedeler Lessing-Grundschule soll zu den Ferien fertig sein

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Von: Holger Benecke

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Im Keller des Lessing-Schulhauses sind mit Beginn des neuen Jahres die Handwerker im vollen Einsatz. Bis zu den Winterferien soll die Komplettsanierung abgeschlossen sein. © Benecke, Holger

Noch werden die Lessing-Grundschüler in den Containern am Mehrgenerationenhaus unterrichtet. Doch nach den Winterferien – also 21. Februar – sollen sie wieder in ihrem alten, nun modernisierten Schulhaus an der Ernst-Thälmann-Straße unterrichtet werden.

Salzwedel - So jedenfalls ist der bisherige Plan. Der Fertigstellungstermin ist bereits schon einmal verschoben worden. Ursprünglich war das Ende des vergangenen Jahres anvisiert worden. Und noch immer ist im Gebäude viel zu tun. Auf dem Hof reihte sich ein Handwerkerfahrzeug an das andere. Im Gebäude selbst racken die Gewerke. Schon im Eingangsbereich schwingen Paul Müller und die Mannschaft von Malermeisterin Nadine Minde die Pinsel. Im Keller reiht sich Farbeimer an Farbeimer. Auch dort ist die Truppe im Einsatz.

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Die Öffnung für den Fahrstuhlanbau: Auf das Bauteil für die Barrierefreiheit wird sehnsüchtig gewartet. © Benecke, Holger

Der Nordgiebel des Schulhauses hat zwar schon frische Farbe bekommen, ist aber zum Teil noch offen. Dort soll der Fahrstuhl angebaut werden, der das Gebäude von oben bis unten barrierefrei machen soll.

Auf die Bauteile wird in der alten Hansestadt schon einige Zeit sehnsüchtig gewartet. Doch immer wieder und quer durch alle Gewerke gab es Lieferschwierigkeiten. Das traf das gesamte Baugewerbe. Und noch eins: Die Kosten auf dem Bausektor schnellten in die Höhe. Das bekamen auch Salzwedels Stadträte zu spüren, die im vergangenen Jahr für die Lessing-Grundschulsanierung mal eben kräftig Geld nachlegen mussten. Mussten, denn sie konnten ja schlecht die Kinder in ein halb fertiges Schulhaus schicken.

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Auf dem Zwischenbau Aula-Schulhaus ist die neue Belüftungsanlage montiert. Auf dem Schulhof rollen und parken die Handwerkerfahrzeuge – im Schulhaus wird geackert. © Benecke, Holger

So wurden aus den ursprünglich geplanten rund 1,3 Millionen Euro Sanierungskosten rund 1,5 Millionen Euro. Trotz der Fördermittel für die energetische Sanierung von knapp 850 000 Euro und knapp 140 000 Euro für die Elektroanlage muss die Stadt einen großen Brocken selbst berappen.

Dazu gehört zum Beispiel die energetische Sanierung der Aula. Dafür gab es keine Zuschüsse. Auch die Barrierefreiheit bezahlt die Stadt aus eigener Tasche und lässt sich das 155 000 Euro kosten. Und damit die Kinder im Sommer nicht in den Klassen in der Sonne braten müssen, machte der Stadtrat weitere 98 000 Euro für eine Sonnenschutzanlage für die kleinen Hansestädter locker.

Fraglich ist nun noch, wann der Schulhof saniert werden kann. Das Vorhaben ist mit 600 000 Euro geplant.

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