Arbeitskreis Salzwedeler Altstadt sucht Mitstreiter / Apotheke und Ofenausstellung auf dem Plan

Handwerker dringend gesucht

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Wolfgang Winkelmann (links) feilt an seiner Laubsägearbeit. Martin Klein aus Apenburg als Meister und Karl-Heinz Klein aus Gardelegen als Obermeister begutachten die Handarbeit des Gastes. „Das macht er ordentlich“, betonten die Ausbilder.

Salzwedel. „Wir brauchen Handwerker“, erklärte Heidrun Dreyer, stellvertretende Vorsitzende des Arbeitskreises Salzwedeler Altstadt (ASA) mit Nachdruck.

Die ASA präsentierte in den gemeinschaftlich bürgerlichen Häusern Nummer 26 und 28 an der Altperverstraße gestern altes Handwerk. Doch die Zahl der aktiven Helfer im Verein und der Freiwilligen sinkt. „Sattler, Uhrmacher, Besenbinder – alles ist denkbar“, erklärt die Frau, die sich für den Erhalt der Altstadt und des alten Handwerks stark macht.

Schmiedearbeiten zogen direkt an der Altperverstraße neugierige Blicke auf sich. Wer wollte, konnte mit anpacken.

Doch Dreyer sieht auch positive Entwicklungen. Die Möglichkeit, dass gegenüber des bürgerlichen Hauses ein Brauhaus entstehen könnte, gefällt ihr. „Das ist doch die älteste und wichtigste Handelstraße hier in Salzwedel“, betont sie die Bedeutung der Altperverstraße für die Hansestadt. Da sei es aber auch traurig, dass kaum ein Händler dort einziehen wolle. Auch wenn die ASA über weniger aktive Mitglieder verfügt, haben sich die Mitstreiter dennoch einige Ziele für das neue Jahr gesetzt. So soll in ihren Räumen eine Apotheke von früher wieder entstehen. Ganz vorn liegt auch die Aufgabe ein Ofenmuseum einzurichten. Die Ausstellungsstücke sind da, nur ein Schornstein muss neu gemauert werden. „Den wollen wir mit Fördermitteln wieder aufbauen“, erklärt die stellvertretende Vorsitzende.

Gestern besuchten vor allem am Nachmittag viele interessierte Besucher die Ausstellung zum alten Handwerk. Dem Schmied konnte direkt vor der Haustür über die Schulter geschaut werden.

Viel Spaß hatte Martin Klein an seinem Stand mit Laubsägearbeiten. Wolfgang Winkelmann sägte bei ihm als „Lehrling“ einen Holzstern. „Das habe ich bestimmt vor 50 Jahren zuletzt gemacht“, war Winkelmann konzentriert bei der Arbeit. Karl-Heinz Klein aus Gardelegen schaute sich mit fachmännischem Blick das Arbeitsergebnis an. „Das ist ordentlich“, betonten Martin und Karl-Heinz Klein.

Von David Schröder

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