„Gute Erfahrungen gemacht“

Städtebau-Förderung in Salzwedel läuft weiter: Projekte für dieses Jahr

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Die Altperverstraße 26 / 28 wird vom Arbeitskreis Salzwedeler Altstadt saniert – auch mit Städtebau Fördermitteln.
  • Holger Benecke
    VonHolger Benecke
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Die Städtebau-Förderung läuft auch in diesem Jahr weiter. 2021 waren für die Kommunen im Land Sachsen-Anhalt 91 Millionen Euro ausgereicht worden. In der alten Hansestadt machte das etwas über 1,3 Millionen Euro aus, berichtet Stadtsprecher Andreas Köhler. 2022 läuft das Programm weiter, das privaten Vorhaben unter die Arme greift. In Salzwedel wird vorerst mit nicht ganz 1,5 Millionen Euro gerechnet.

Salzwedel - Hintergrund der Städtebau-Förderung sind der Erhalt und die Entwicklung der Stadt- und Ortskerne. Dabei kommt vor allem dem Denkmalschutz eine enorme Bedeutung zu. Doch auch die Entwicklung von Strukturen und der Abbau von Wohnungsleerstand zählen zu den Zielen der Förderung. Seit 1991 haben Land, Bund und EU rund vier Milliarden Euro in die Städtebauförderprogramme in Sachsen-Anhalt gepumpt.

„Wir haben mit den Programmen seit Jahrzehnten gute Erfahrungen gemacht“, schätzt Salzwedels Stadtsprecher ein. Dabei müssen die privaten Förderanträge immer bis zum jeweiligen 30. November eingereicht werden. In der Stadtverwaltung werden dann die Anträge gebündelt und weitergereicht. Alle im Salzwedeler Haushalt eingestellten Vorhaben seien vergangenes Jahr auch umgesetzt worden, blickt Andreas Köhler auf die vor ihm liegende Liste.

Das soll auch 2022 so sein, bekräftigt er. Doch bevor die bereits vorliegenden Förderanträge (siehe Infokasten) in den diesjährigen Haushalt aufgenommen werden können, muss der Haushalt 2022 erst einmal diskutiert und beschlossen werden. Somit gehen auch die Förderanträge in die Etatdebatten in den Fachausschüssen und letztendlich in den Stadtrat zum Beschluss. Das soll demnächst geschehen.

Vergangenes Jahr konnte in der alten Hansestadt einiges Mithilfe der Städtebau-Förderprogramme umgesetzt werden (siehe Infokasten). Köhler erinnert in diesem Zusammenhang beispielsweise an das „gemeinschaftliche bürgerliche Haus“, das der Arbeitskreis Salzwedeler Altstadt (ASA) an der Altperverstraße 26 / 28 saniert. Auch das Looff‘sche Haus (An der Marienkirche 10) und die ehemaligen „Scheers Bierstuben“ (Holzmarktstraße 26) konnten und können mit diesen Städtebau-Fördermitteln erhalten werden.

  • Die Anträge
  • Private Anträge liegen für 2022 in einem Umfang von rund 1,5 Millionen Euro vor:
    - Sicherung Mittelstraße 7 / 9
    - Abriss Ernst-Thälmann-Straße 17 bis 25 (Schlussabrechnung)
    - Sicherung Holzmarktstraße 26
    - Sicherung An der MarienKirche 5 a
    - Sicherung Burgstraße 18 (1. und 2. Bauabschnitt)
    - Rückbau Lindenallee 3 bis 11 (bis 2024 nach Schlussabrechnungen)
    - Sicherung Kramstraße 1
    - Sicherung Neuperverstraße 82 (auch im Folgejahr)
    - Sicherung Breite Straße 30 (2. Bauabschnitt)
  • 2021 wurden private Anträge im Umfang von etwas über 1,4 Millionen Euro gefördert:
    - Sicherung Altperverstraße 26 / 28 (133 200 Euro)
    - Sicherung Jenny-Marx-Straße 18 (121 800 Euro)
    - Sicherung An der Marienkirche 10 (120 000 Euro), 3. Bauabschnitt (92 500 Euro)
    - Abriss 1. und 2. Bauabschnitt Hopfenstraße 8 bis 12 (20 900 Euro, Schlussabrechnung)
    - Sicherung Breite Straße 30 (113 800 Euro)
    - Abriss Ernst-Thälmann-Straße 17 bis 25 (39 800 Euro)
    - Sicherung Burgstraße 37, 1. Bauabschnitt (40 000 Euro), 2. Bauabschnitt (75 300 Euro)
    - Sicherung An der Marienkirche 5 a (100 000 Euro)
    - Sicherung Burgstraße 18, 1. Bauabschnitt (200 000 Euro)
    - Sicherung Altperverstraße 19 (175 000 Euro)
    - Rückbau Lindenallee 3 bis 11 (32 300 Euro)
    - Sicherung Kramstraße 1 (10 000 Euro)
    - Sicherung An der Lorenzkirche 10, 2. Bauabschnitt (24 400 Euro)
    - Sicherung Altperverstraße 19, Baugrund (12 300 Euro)

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