Günter Mey: „Die Ausstellung ist anders“

Mit virtueller Realität, akustischen sowie visualisierten Collagen den Künstlern näher sein

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Projektleiter, Professor für Entwicklungspsychologie an der Hochschule Magdeburg-Stendal und Künstler Günter Mey stellt ab Donnerstag im Salzwedeler Kunsthaus aus.
  • VonLydia Zahn
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Die Ausstellung „Kunst in der Altmark. Anders sehen“ von Günter Mey, die ab Freitag, 1. Oktober, bis zum 9. Januar 2022 im Kunsthaus zu sehen ist, wird derzeit aufgebaut.

Salzwedel – Anlässlich der Eröffnung am Donnerstag, 30. September, luden der Künstler selbst, seine Projektassistentin Ines Hnatek sowie der Digitalexperte Thomas Laleike und Anne Buch vom Kunsthaus zum Gespräch ein. „Die Ausstellung ist anders. Ein anderes Sehen, man könnte fast sagen, anderes Hören“, beschreibt der Projektleiter. Denn neben den Ausstellungsstücken wird es einiges zu sehen, zu hören und zu erleben geben.

Thomas Laleike erstellt die virtuelle Sicht.

2018 begann Mey zusammen mit Studenten der Hochschule Magdeburg-Stendal, Künstler aus der Altmark zu ihren Werdegängen, Kunstverständnis sowie den regionalen Besonderheiten zu interviewen. Im Sommer 2020 wurden diese von der Stendaler Fotografin Jasmin Schubert porträtiert. Thomas Laleike fertigte 360°-Grad-Aufnahmen von einigen Ateliers für die VR-Brille (Virtual-Reality-Brille) an. Damit sollen Besucher im Kunsthaus das Gefühl haben, direkt in den Ateliers zu stehen. Die Aufnahmen und Räume können aber auch mit Tabletts angeguckt werden. Die Werkrecherche übernahmen Günter Mey und Ines Hnatek. Beide hatten zusammen bereits die Gespräche für das Buch „Kunst in der Altmark. Anders sehen – 17 Künstlerinnen und Künstler im Gespräch“ dokumentiert.

Durch die unterschiedlichen Herangehensweisen in der Ausstellung soll der Untertitel „Anders sehen“ umgesetzt werden. Die Interviews werden in textlicher, akustischer und visueller Form präsentiert. Die virtuellen Atelierbesuche sollen „den Entstehungs- und Schaffungsort erfahrbar machen“, wie Günter Mey erklärt.

Projektassistentin und Studentin Ines Hnatek bereitet die Namen der Künstler für die Ausstellung vor.

Neben der Ausstellung selbst wird es ein Begleitprogramm geben. Zwei Filmabende, in denen die Künstlerkolonie Worpswede sowie ein Künstlerpaar in Frankfurt behandelt werden, sind am 27. Oktober und 8. Dezember im Kunsthaus geplant. Außerdem sollen „Artalks“ im Kunsthaus und an der Hochschule Magdeburg-Stendal zu Diskussionen zwischen den Künstlern und zu Gesprächen mit ihnen anregen. Diese sollen am 13. Oktober und 10. November an der Hochschule sowie am 24. November in Salzwedel stattfinden. Zudem ist eine Finissage am 9. Januar ab 14 Uhr im Kunsthaus geplant.

Nach Ende der Ausstellung wandert diese nach Berlin und wird dort in der Landesvertretung gezeigt. „Aber nicht so umfangreich wie in Salzwedel. Von Ende Januar, Anfang Februar wird sie bis Ende Mai, Anfang Juni in Berlin zu sehen sein“, blickt Mey voraus.

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