Blick in die beiden Ehrenbücher: Unterschriften vom Bundespräsident und von Ehrenamtlichen

Grüße an die Hansestadt

+
Oberbürgermeisterin Sabine Danicke blätterte für die Altmark-Zeitung im Goldenen Buch und im Ehrenbuch Salzwedels.

Salzwedel. Ein Libro d’Oro, auf deutsch Goldenes Buch, war ein Adelsverzeichnis, welches in zahlreichen italienischen Städten gebräuchlich war.

Heutzutage dient ein Eintrag in das goldene Buch natürlich nicht mehr als Beleg für eine adlige Herkunft sondern wird in zahlreichen deutschen Städten als besondere Auszeichnung für Ehrengäste oder verdiente Bürger genutzt. Für die Leser der Altmark-Zeitung öffnete Oberbürgermeisterin Sabine Danicke das Ehrenbuch der Hansestadt Salzwedel oder besser die Ehrenbücher. Denn es gibt zwei Bände, einmal das bekannte Goldene Buch und einmal das Ehrenbuch. „Im Goldenen Buch tragen sich Gäste und Besucher der Hansestadt Salzwedel ein“, erläuterte Danicke. Im Ehrenbuch stehen Einträge von verdienstvollen Einzelpersonen oder Verbänden der Stadt.

Ein Eintrag, der sofort ins Auge fällt, ist sicherlich der von Tezuka Yama vom Mandolin Orchestra aus Japan. Die für westliche Augen ungewohnten Schriftzeichen heben sich vom Rest des Bandes deutlich ab. Doch auch die drei Seiten umfassenden Eintragungen von Überlebenden des KZ in Salzwedel, welches an der Gardelegener Straße errichtet wurde, sind bemerkenswert.

Der ehemalige Ministerpräsident Wolfgang Böhmer hat sich gleich mehrfach im Goldenen Buch der Hansestadt verewigt. Und natürlich ist auch der frühere Bundespräsident Horst Köhler zu finden. Besonders liebevoll sind die Seiten gestaltet, in denen sich Bürgermeister und Repräsentanten der Partnerstadt Felixstowe, England, über die Jahre im Salzwedeler Buch eintrugen. Die Gestaltung und die verschiedenen, sehr ausdrucksstarken Grafiken, liegt übrigens bereits seit der Wendezeit in den Händen von Dorle Ebel.

Im Ehrenbuch der Hansestadt trugen sich beispielsweise Eva Doss und Peter Lyga ein. „Er war sichtlich gerührt, dass wir ein Bild von ihm und seinem Pferd im Buch hatten“, erinnerte sich Sabine Danicke. Für sie ist es wichtig, dass engagierte Bürger einen Eintrag im Ehrenbuch und damit eine Anerkennung ihrer Arbeit erhalten.

Von Andreas Köhler

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare