Planänderung: Umstrittene Fläche A ist in Gänze raus – Rat stimmte zu

Grünes Licht für Maxdorfer Solarstrom

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Der Mahlsdorfer Rat votierte für den Solarpark.
  • Holger Benecke
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Der Mahlsdorfer Ortschaftsrat stellte Montagabend die Weichen für einen Solarpark bei Maxdorf. Nachdem in den vergangenen Wochen alle – Gegner, Befürworter und Investoren – zu Wort gekommen waren, pochte Ortsbürgermeister Holger Schulz diesmal auf die Geschäftsordnung: Zu den Beschlüssen abstimmen und keine Diskussionen mehr. Folglich verlief die Sitzung straff und kurz.

So sieht das Ergebnis aus: Die Fläche A (rosa) ist komplett aus dem Vorhaben gestrichen.

Mahlsdorf / Maxdorf – Knackpunkt der Kritiken war im Vorfeld immer wieder die Fläche A des geplanten Parks gewesen. Diese sei zu dicht am Dorf, so die Kritiker. Die Investoren der rund 50-Millionen-Euro-Anlage, die Landwirte Burkhard Thiede (Tier- und Saatzucht Mahlsdorf GmbH) und Andre Buß (Buß Solar GmbH aus Borken), hatten diese immer wieder verkleinert. Doch einigen Anwohnern war das bis zuletzt nicht genug.

So wurde im ersten Beschluss des Rates am Montag darüber abgestimmt, ob die verbliebenen 9,7 Hektar der Fläche A – die sandigste Fläche im ganzen Vorhabengebiet – aus dem Bebauungsplan herausgenommen werden sollen oder nicht. Der Rat wollte nicht, dass diese Fläche A mit Solarpaneelen bebaut wird – einstimmig. Einzig Ratsherr Arne Beckmann stimmte nicht mit ab, ihm gehören einige der Flächen im geplanten Solarpark. Im Folgebeschluss ging es um den vorhabenbezogenen Bebauungsplan. Diesem stimmte der Rat mit der zuvor beschlossenen Änderung zu. Drei Ratsmitglieder waren dafür, Tobias Bierstedt stimmte dagegen.

Das war der ursprüngliche Plan für einen Solarpark bei Maxdorf, der mehrfach verkleinert wurde.

Damit wurde der erste Schritt in Richtung Solarpark getan. Burkhard Thiede war den Maxdorfern im immer wieder Verkleinern der Fläche A bis zur endgültigen Herausnahme immer weiter entgegengekommen. Damit ist auch die Investitionssumme von rund 50 auf etwa 40 Millionen Euro gesunken. Mit einem Baubeginn rechnet er – wenn alles glatt läuft – nicht vor Sommer nächsten Jahres. Somit könnte der Park bei Maxdorf Anfang 2024 ans Netz gehen.

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