Spendenziel noch in weiter Ferne

Große Pläne – kleine Brötchen: Viele rühren an den Schlaf im Salzwedeler Park des Friedens

Die letzten Reste des ausgebrannten und dann abgerissenen Parkhäuschens.
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Die letzten Reste des ausgebrannten und dann abgerissenen Parkhäuschens.

Salzwedel – Der Sturm im Tierpark-Wasserglas hat sich offenbar wieder gelegt. Privatpersonen und Parteien hatten sich vor einiger Zeit geradezu darum gerissen, den Park des Friedens samt Tierpark umkrempeln zu wollen.

Sogar ein Verein und eine Bürger-Stiftung wurden gegründet. Letztere sammelte sich um den gebürtigen Salzwedeler Lutz Thiede und preschte mit ihren Vorschlägen am weitesten vor.

So sah es einmal aus – das Parkhäuschen. Und so soll es auch wieder aufgebaut werden, wenn es nach dem gebürtigen Salzwedeler Lutz Thiede geht.

Ein Gesamtkonzept vom Bauernhof bis zu einem essbaren Park legte Thiede vor und wollte erst einmal mit dem Wiederaufbau des Parkhäuschens beginnen. Er scharrte Mitstreiter um sich und ging am 21. Juni ins Netz und will bis zum 21. September 50 000 Euro sammeln. Nach zwei Tagen hatte Thiede nach eigener Aussage bereits 555 Euro zusammen. Nach 54 Tagen sind es nun elf Unterstützer und insgesamt 575 Euro. Bis zum Saisonbeginn im nächsten Jahr sollen 100 000 Euro zusammenkommen.

Auch die Linksfraktion in Salzwedel hat ein eigenes Park-Konzept, dieses allerdings noch nicht detailliert vorgestellt. Unter anderem beinhaltet es eine Art Trimm-Dich-Pfad für Erwachsene.

Ähnliche Anliegen hat auch ein Park-Verein, der sich Ende Juni gegründet hat und im September mit konkreten Vorstellungen und einer ersten Mitgliederversammlung aufwarten will.

Die AfD-Stadtratsfraktion hat ebenfalls den Park des Friedens im Visier, will aber erst einmal kleine Brötchen backen. In Sachen Parkhäuschen will die Fraktion eine Art Marktforschung betreiben und den Bedarf mit einem Imbisswagen ermitteln. Der Antrag ist nun schon in der zweiten Runde beim Kreis, weil sich die Stadtverwaltung schwer mit dem Formulieren tut. „Wir haben noch keine Antwort“, sagte gestern Fraktionschef Hanns-Michael Kochanowski auf Nachfrage der Altmark-Zeitung. VON LYDIA ZAHN

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