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Große Angst vor den Rübenlastern

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Von: Detlef Güssefeld

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Straße
Die Straße zwischen Rademin und Ortwinkel: Der Bereich zwischen Asphalt und Bankett macht Sorgen. Im Rademiner Ortschaftsrat befürchtet man massive und irreparable Schäden durch Lkw im Zuge der Rüben-Kampagne. © Freier Mitarbeiter

Die Vorfreude auf das Fest wird meist auch begleitet von Vorfreude auf Geschenke. Der Ortschaftsrat Rademin hat Wünsche, weiß aber, dass es keine Geschenke sind.

Rademin –  Und so formulierten die Männer um Ortsbürgermeister Eckhard Kamieth am Donnerstag diese Wünsche. Ganz oben auf der Wunschliste steht die Straße zwischen Rademin und dem Bahnübergang Richtung Ortwinkel.

„Die Straße selbst ist ja noch gut, doch die Verbindung zwischen Straße und Bankett könnte in Zukunft zu einem Problem werden“, hieß es. Vor allem angesichts der zu erwartenden Transporte von großen Mengen Zuckerrüben, die neben der Straße hinter dem Bahnübergang lagern, haben die Ortschaftsräte Angst, dass die Straße in Zukunft derart leidet, dass sie nicht mehr repariert werden kann. Und alle wissen, dass ein grundhafter Ausbau in der heutigen Zeit ein Wunschtraum ist.

Deshalb wolle man jetzt die Verwaltung informieren, dass der Bereich zwischen Asphalt und Bankett befestigt werden muss. Ob das gelingt, wisse man nicht. „Wir müssen jetzt handeln und dürfen nicht abwarten“, mahnte Eckhard Kamieth. Man wisse, dass Tiefbauunternehmen volle Auftragsbücher haben. Noch sei Zeit, einer Zerstörung des Asphalts zu begegnen. Mit Sorge sehe man dem Abtransport der Rüben entgegen. Auch wegen der dann zeitweisen Sperrung der Straße, wie bereits in den Vorjahren. Auf dem Spielplatz soll auch etwas passieren. Ein kleines Spielgerät könnte Wirklichkeit werden, weil die Jagdgenossenschaft 300 Euro und die Jäger 100 Euro gespendet haben. Dazu hatte ein Landbesitzer auf die Pacht in Höhe von 46 Euro verzichtet. Somit stünden 446 Euro zur Verfügung, gebraucht würden aber rund 800 Euro. Das sei mit den noch vorhandenen Ortsmitteln aber machbar, hieß es. Dann kam die Idee auf, den Spielplatz etwas zu erweitern. Eine Hecke soll verschwinden und dann neu angepflanzt werden. Dann könnten in Zukunft noch weitere Spielgeräte folgen, vielleicht sogar eine Nestschaukel. Und: Zehn neue Bäume sollen am Stadtweg gepflanzt werden. Das nötige Geld, 450 Euro, kam auch von den Jagdgenossen.

Doch auch die große Politik, die in Arendsee, war Thema. Die Haushaltsdiskussion wurde kurz beleuchtet und die damit verbundene mögliche Anhebung der Grundsteuer B. Das gefällt den Menschen auf den Dörfern nicht, machte man klar.

Und Stadtratsvorsitzender Frank Rossau, auch Ortschaftsratsmitglied, meinte, dass diese von der Verwaltung ins Visier genommene Erhöhung im Stadtrat nicht einfach hingenommen werden würde. Das könne er sich vorstellen, ohne ein Ergebnis zu definieren. Es folgte noch die Diskussion um die Zukunft des Strandbades. Weit weg von Rademin, aber dennoch Thema. Denn auch auf dem Dorf macht man sich Sorgen um die Zukunft der GmbH, weil auch bekannt wurde, dass der Wirtschaftsplan aktuell in Kritik geraten ist. 150 000 Euro für den Abriss der maroden Tribüne würden weitere freiwillige Aufgaben in der Stadt fast unmöglich machen. Und wie geht es weiter mit dem Campingplatz, auf dem riesiger Investitionsstau besteht, oder auch dem Strandbad, das vielleicht bald ohne Zaun dasteht? Man werde das auch in Rademin verfolgen, machten die Männer am Tisch klar.

Ob es in diesem Jahr eine Adventsfeier des Fördervereins des Ortes und eine Weihnachtsfeier für die Senioren gibt, bleibt offen. Der Förderverein wollte am 4. Dezember, die Senioren vier Tage später ein wenig feiern. Doch in Unkenntnis der aktuellen Bestimmungen wollte man am Donnerstag noch keine Entscheidung treffen. Das soll auf dem kurzen Dienstweg gemeinsam mit dem Ordnungsamt entschieden werden.

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