Vieles soll sich ändern

16 öffentliche Hotspots: Gratis-WLAN an Straße der Romanik und Gartenträume-Parks

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Über das Mobilfunknetz kann man mit LTE-Geschwindigkeit im Tangerhütter Stadtpark ins Internet.

Altmark – Sachsen-Anhalt ist für moderne Touristen noch immer ein Land der weißen Flecken. Das Mobilfunknetz ist lückenhaft wie ein Schweizer Käse. Die meisten Städte verfügen nicht über kostenlose W-Lan Hotspots, von ländlichen Regionen ganz zu schweigen.

Das soll sich ändern, kündigte Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) jetzt an. Mehr als 100 Standorte, die zur „Straße der Romanik“ bzw. zum Tourismus-Netzwerk „Gartenträume“ gehören, sollen ans Netz gebracht werden. In der Altmark sind 16 öffentliche W-Lan-Standorte geplant.

„In den vergangenen Jahren hat sich die Tourismuswirtschaft in Sachsen-Anhalt hervorragend entwickelt. Der landesweite Ausbau der digitalen Infrastruktur wird dazu beitragen, diese Erfolgsgeschichte fortzuschreiben“, freut sich Willingmann. Rund 2,5 Millionen Euro will sein Ministerium dafür bereitstellen.

Gefördert würden die WLAN-Angebote aus Mitteln der Parteien und Massenorganisationen der DDR. Insgesamt würden 58 Standorte an der „Straße der Romanik“, 46 Grünanlagen von „Gartenträume“ und vier gemeinsame Standorte mit dem kostenfreien Internetzugang versorgt.

Was Willingmann nicht erwähnt: Das Angebot ist nur auf vier Jahre und den derzeitigen LTE-Standard ausgelegt, von 5G keine Rede. Als „nette Zwischenlösung“ bezeichnet Tangerhüttes Bürgermeister Andreas Brohm (parteilos) daher die Idee.

„Wahrscheinlich nehmen wir dann Glasfaser und machen das richtig schnelle Internet“, kündigt er für die Zeit danach an.

Die technische Umsetzung übernehmen Firmen aus dem Westen. „The Cloud“ aus München und „abl social federation“ aus Nürnberg werden, laut Wirtschaftsminister, die W-Lan-Angebote mit insgesamt rund 700 Access Points installieren. Sie hätten sich zuvor in der europaweiten Ausschreibung durchgesetzt.

VON CHRISTIAN WOHLT

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