Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg sagt Nein zu einem Endlager

„Gorleben muss raus“ – Atomkraftgegner hoffen

Zwischenlager Gorleben: der BI ein Dorn im Auge.
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Zwischenlager Gorleben: der BI ein Dorn im Auge.

Gorleben – Mit dem Neujahrsempfang startete die Bürgerinitiative (BI) Umweltschutz Lüchow-Dannenberg ins 43. Protestjahr. Die Kundgebung an den Atomanlagen in Gorleben zählte rund 100 Frauen und Männer.

Erinnert wurde an die Aktionen 2019: So hatte der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies (SPD) bei einem Besuch des Zwischenlagers die Entlassung aus dem Atomrecht, das heißt die Aufgabe der umstrittenen und in die Jahre gekommenen Pilotkonditionierungsanlage (PKA) in Aussicht gestellt.

„Die eine Mauer fiel, die andere kommt 18 Monate nach der Genehmigung nicht“, sekundierte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke und verwies auf den Abriss der festungsähnlichen Mauer rund um das sogenannte Erkundungsbergwerk auf der einen Seite, während der Bau einer zusätzlichen Schutzmauer rund um die „Kartoffelscheune“, wie die Atomkraftgegner das Castor-Zwischenlager wegen seiner geringen Wandstärken nennen, immer noch auf sich warten lässt.

Schließlich hatte der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) bei seiner Sommerreise seine Einschätzung wiederholt, dass der Salzstock Gorleben, ginge es mit „rechten Dingen“ zu, bei einem vergleichenden Suchverfahren als Endlagerstandort nicht in Frage käme. Vor den Versuchen, die Atomkraft im europäischen Kontext als „grüne Energie“ zu deklarieren, warnte der BI-Vorsitzende Martin Donat. Europaweit seien Polen und Frankreich der Motor für diese Grünfärbung einer gefährlichen Energienutzung. Es sei trotz Freude über die Stilllegung des AKW Phillipsburg zum Jahresende 2019 enorm viel Überzeugungsarbeit zu leisten. Die BI fordert, Gorleben und auch Waddekath als Endlager-Idee aufzugeben. Ohne Wenn und Aber.  gü

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