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GEZ-Gebühren: Christfried Lenz verärgert

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GEZ-Gebühren werden regelmäßig fällig. Dr. Christfried Lenz wehrt sich für etwas bezahlen zu müssen, was er nicht nutzt. Er ist erneut in Widerspruch gegangen.

Altmark – Der Altmärker Dr. Christfried Lenz wehrt sich nach juristischen Auseinandersetzungen (AZ berichtete) auch weiterhin gegen die GEZ-Gebühren. Er hat einen Festsetzungsbescheid bekommen und soll zunächst 113 Euro zahlen (inklusive Säumniszuschlag von 8 Euro).

Der Beitragsservice schreibt ihm, dass weitere Forderungen anstehen. Der Gesamtbetrag beträgt demnach knapp 1000 Euro.

Dr. Christfried Lenz ist in Widerspruch gegangen. Auch die Begründung hat er öffentlich gemacht und der AZ geschickt. „Für die Zurverfügungstellung einer – obendrein unerwünschten – Leistung zahle ich nichts“, heißt es gleich an Anfang des Schreibens. Der Rittlebener (Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf) begründet: „Je niedriger ein Einkommen ist, einen umso größeren Einkommensanteil und je höher ein Einkommen ist, einen umso kleineren Anteil beanspruchen Sie für Ihren sogenannten Rundfunkbeitrag.“

„Superreiche“ möchte der Altmärker nicht entlasten und nennt die Situation „sozialpolitische Strauchdieberei“. Er verweist darauf, dass ihm die Arbeit von engagierten Journalisten/innen, die Missstände aufdecken und bekannt machen, wichtig sei. Kritisch sieht der Altmärker die Unterhaltungssendungen mit „flachen Inhalten“. „Hier wird die Bevölkerung eingelullt, des eigenständigen Denkens, Urteilens und Handelns entwöhnt“, formuliert es Lenz. Er nennt konkret die Energiewende und kritisiert Fossil- sowie Atomkonzerne, die eine Versorgung durch erneuerbare Energien teuer bezeichnen und Erdgas als eine preisgünstige klimafreundliche Alternative zur Kohle sehen würden.

Was die GEZ-Gebühren angeht, wartet er auf eine Reaktion auf den Widerspruch vom 17. Dezember. „Hierin hatte ich das Angebot gemacht, an der Programmgestaltung praktisch mitzuarbeiten und damit den Rundfunkbeitrag zu verrechnen. Auch darauf habe ich keine Antwort erhalten“, informierte der Rittlebener gestern. Post bekam er aber: Die Androhung der Zwangsvollstreckung.

Dies soll die zuständige Vollstreckungsbehörde übernehmen – die Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf. Dr. Christfried Lenz reagierte mit einem Schreiben. Darin heißt es unter anderem: „Das Fernsehen ist das wichtigste Beeinflussungsinstrument. Das Klima wandelt sich. Das Fernsehen muss sich wandeln von einer Lethargisierungs- zur Aufrüttelungs- und Aktivierungsanstalt. Für die Lethargisierung zahle ich nichts, an der Aufrüttelung und Aktivierung würde ich mitarbeiten.“

VON CHRISTIAN ZIEMS 

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