Neubau an der B 71 für 780.000 Euro geplant / Noch fehlen Mieter-Zusagen

Gesundheitszentrum in Winterfeld wird gebaut

Apenburg-Winterfeld. Die Zeit drängte, der Gemeinderat entschied schnell und war sich dennoch uneins. Die Gemeinde Apenburg-Winterfeld baut mit geplanten Kosten von 780 000 Euro ein Gesundheitszentrum an der B 71 – neben der Tankstelle – in Winterfeld.

Dass das Projekt umgesetzt werden soll, stand für den Rat außer Frage, schließlich stehen rund 350 000 Euro EU-Fördergeld über Leader in Aussicht. Allerdings sorgte der Standort – Apenburg oder Winterfeld – für Diskussionen im Rat.

In Apenburg stand der ehemalige Konsum zur Verfügung. Dieser hätte aufwendig saniert werden müssen. Die Kosten – präsentiert von Planer Sven Rühlmann – hielten sich mit Winterfeld die Waage. Dort soll nun ein kompletter Neubau entstehen.

Am Ende der vehement geführten Diskussion votierte der Rat im nicht-öffentlichen Teil der Versammlung erst mit sechs zu fünf Stimmen gegen Apenburg und anschließend mit acht zu zwei für den Neubau in Winterfeld.

Doch was ist genau geplant: Direkt an der B 71 soll ein multifunktionales Gebäude entstehen. „Es wird kein Ärztehaus, sondern ein Gesundheitszentrum“, betonte abermals Ratsfrau Ninett Schneider. Kontakte zur Kassenärztlichen Vereinigung (KV) bezüglich der Versorgung durch einen Allgemeinmediziner sind geknüpft – eine Zusage gibt es aber noch nicht, eine Physiotherapie-Praxis äußerte indes schon ihr Interesse. Das Altmark-Klinikum mit Geschäftsführer Matthias Lauterbach und Landrat Michael Ziche waren von der Arbeitsgruppe des Rates in die Pläne einbezogen worden. Im Gespräch gab es allerdings keine konkreten Hilfszusagen.

So war es für die Gemeinderäte eine Abwägung der besten Chancen und Möglichkeiten für den Erfolg des Vorhabens. Die gute Verkehrsanbindung (B 71), die räumliche Variabilität beim Neubau und die Chance zu einem weiteren Anbau gaben den Ausschlag für Winterfeld. Nun muss die Gemeinde den großen Eigenanteil stemmen. 250 000 Euro stehen bereits im Haushalt.

Der schnelle Entscheid war nötig, weil die Fördermittel über Leader sehr wahrscheinlich nur in diesem Jahr fließen. Alle Anträge, unter anderem die Baugenehmigung, müssen bereits Anfang März beim Leadermanagement eingereicht werden.

Von David Schröder

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