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Buchenallee 3: Trotz Schwierigkeiten liegen Bauarbeiten im Zeitplan

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Von: Lydia Zahn

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Die Grundrisse der Wohnungen im Gebäude an der Buchenallee 3 sind schon klar erkennbar. Bis Ende des Jahres sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. © Zahn, Lydia

Die Baustelle an der Buchenallee 3 werde planmäßig zum Ende des Jahres abgeschlossen, berichtete Planer Olaf König. Und das, obwohl nicht alles glatt läuft: Kabeldiebstahl und Lieferengpässe machen sich bemerkbar.

Salzwedel – Die Rohbaukonstruktionen stehen, in der zweiten Etage wird am Estrich (Untergrund für Fußbodenbeläge) gearbeitet und im ersten Obergeschoss an der Elektrik. Die Bauarbeiten an der Salzwedeler Buchenallee 3 laufen fast nach Plan. Gebe es da nicht Lieferengpässe und Diebe, die lange Finger machen.

Zur Erinnerung

Das Gebäude wird seit Dezember für rund vier Millionen Euro komplett saniert (wir berichteten). Denn es sollen 35 barrierefreie Wohnungen, mit Größen zwischen 40 und 100 Quadratmetern, entstehen und die Ladenflächen im Erdgeschoss wieder hergerichtet werden.

Mittlerweile lassen sich auf jeder Etage die Grundrisse erkennen. Vor allem aber im zweiten Obergeschoss hat sich viel getan. Die Trittschalldämmung ist verlegt, in manchen Räumen der Beton schon gegossen. Als nächstes rückt der Maler an, Türen müssen eingebaut und Bodenbelag verlegt werden. Bis Ende August soll die Etage dann fertiggestellt sein, erklärt Olaf König, Planer und Mit-Geschäftsführer vom Planungsring Altmark.

Ein Stockwerk tiefer ist der Elektriker am Werkeln. Heizungs- und Wasserleitungen sind verlegt. Anschließend werden Trockenbau und ebenfalls der Boden abschließend in Angriff genommen. Im letzten Stock zeichnet sich ein ähnliches Bild.

Als nächste große Schritte stehen dann Mitte August der Einbau des Fahrstuhls und der Lüftung an. „Wir haben den Aufzugschacht so angepasst, dass der Lift von ganz unten nach ganz oben fährt. Er wurde also bis ins Dachgeschoss erweitert“, fasst König zusammen.

Kupferkabel gestohlen

Und beim sanierten Aufzugsschacht liegt auch eines der Probleme. In einem der angrenzenden zukünftigen Technikräume habt sich ein Dieb zu schaffen gemacht. Der Einbrecher schnitt mehrere Kupferkabel ab. Den Schaden beziffert der leitende Planer um die 10 000 bis 15 000 Euro.

„Es ist ja nicht nur der Materialwert, sondern auch das, was drum herum ist. Die Kabel, die jetzt zu kurz sind, müssen wir irgendwie verlängern. Also entweder ganz austauschen oder mit einer Muffe strecken“, ärgert sich König über die zusätzliche Arbeit, die nicht hätte sein müssen. Das mal etwas verschwindet, passiere. Aber so was habe der Bauingenieur in 30 Jahren noch nicht erlebt.

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Maler Olaf Drawehn schleift die Ausgleichsmasse für den neuen Bodenbelag ab. © Zahn, Lydia

Zusätzlich würden die Materialverfügbarkeit und die dementsprechenden Lieferengpässe sowie der Fachkräftemangel den Bauabschluss verschieben. Dennoch: „Alles in allem haben wir ziemlich verlässlich Termine“, erklärt Olaf König. Er rechnet damit, dass Gebäude wie geplant Ende des Jahres übergeben zu können.

Ladenfläche fast fertig

Die Ladenflächen sollen bis Ende des Monats bezugsfertig sein. Letzte Arbeiten an Boden und Decke fehlen noch. Daran arbeitet Olaf Drawehn. Der Maler schleift die Bodenausgleichsmasse mit einer Maschine ab, um diese ebenmäßig zu bekommen. Insgesamt wurden dann neben Fußboden, Wänden und Decke der Schall- und Brandschutz modernisiert und die Personalbereiche renoviert.

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