Generationen in einem Haus

Die Gäste waren vom Programm begeistert und hielten die Höhepunkt mit der Kamera fest.

Salzwedel. „Für 100 sehe ich doch noch gut“, scherzte Birgit Einenkel gestern bei der Begrüßung einiger Gäste. Doch die Leiterin selbst ist natürlich noch längst nicht so alt, sondern die Kindertagesstätte „Am Feuerwehrplatz“.

Das Jubiläum wird mit einer Festwoche gewürdigt (wir berichteten). Gestern Vormittag gab es ein Fest mit geladenen Gästen. Dazu zählten neben Vertretern der Lebenshilfe Altmark West, die die Einrichtung seit 13 Jahren betreibt, auch Gäste der Hansestadt, anderen Einrichtungen sowie Besuchern, die früher selbst am Feuerwehrplatz aufwuchsen oder dort arbeiteten. Sie kamen natürlich nicht mit leeren Händen sondern brachten Spielzeug mit. Salzwedels Vize-Bürgermeister Erich Kaiser überreichte einen Fußball von Bayern-München, auf dem Oberbürgermeistern Sabine Danicke unterschrieben hatte.

„Lachen hält jung, Kinderlachen hält jünger“, betonte Olaf König vom Elternkuratorium. Dies bewiesen die Knirpse, die mit einem bunten Programm an vergangenen Zeiten erinnerten. Es begann anrührend mit einem kleinen Musikstück. Aaron Riebe spielte passend zu dem großen Tag „Happy Birthday“ auf dem Zylophon. Wenig später wurde es so richtig rasant. Einige Kinder bewiesen ihre Fahrkünste auf Inlineskates. Erzieherin Simone Jungton hat sich als Oma verkleidet und führte durch das Programm. Sie wies auch darauf hin, dass früher viel Wert auf gerades und ruhiges Sitzen gelegt wurden. Dies stellen die Mädchen und Jungen nach. Doch der Vormittag war auch durch viel Beweglichkeit geprägt. Tanzeinlangen verzückten die Zuschauer. In der Einrichtung wird allgemein viel Augenmerk auf ein gesundes Leben gelegt. So gibt es eine Kindersauna und ein Kneippbad.

Auch die Geschenke passten dazu. Neben Zubehör für die Sauna sorgten vor allem die Dreiräder für leuchtende Kinderaugen. Und der Nachwuchs fühlte sich nicht nur gestern so richtig wohl. „Bei der morgendlichen Verabschiedung winkt man seinem Kind mit guten Gewissen zu und ist beruhigt“, sprach Olaf König ein großes Lob an das Team aus.

Zu einem guten Klima trägt die Lebenshilfe bei. Sie betreibt die Kindertagesstätte nicht nur, sondern entwickelt sie auch weiter. In der integrativen Einrichtung werden 45 Kinder, davon 15 mit besonderen Pflegebedarf, liebevoll betreut. Und dies soll möglichst weitere 100 Jahre andauern.

Von Christian Ziems

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