Für wichtige Investitionen

Altmark profitiert von der Städtebauförderung 2020: Geld für Sanierung und Abriss

Der alte Kaiser-Markt in Stendal-Süd
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Der alte Kaiser-Markt in Stendal-Süd kommt weg. Gefördert wird dies mit 200 000 Euro aus der Städtebauförderung des Landes.

Altmark / Magdeburg – Die Altmark profitierte im vergangenen Jahr wieder von der Städtebauförderung des Landes.

Wie das zuständige Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr mitteilt, wurden 2020 für die städtebauliche Entwicklung in Sachsen-Anhalt insgesamt rund 94,7 Millionen Euro Fördermittel bewilligt. „Damit können die Kommunen in wichtige Investitionen in Angriff nehmen“, erklärte Minister Thomas Webel (CDU).

Aus dem Programm „Lebendige Zentren“ flossen rund 200 000 Euro in die Errichtung eines Blindentastmodells in der Tangermünder Innenstadt. Rund 370 000 Euro Fördermittel wurden für die Rathaussanierung in Sandau gewährt. Gardelegen profitierte gleich mehrfach. Fördergeld floss in die Sanierung „Alte Löwenapotheke“ für die Umnutzung zum „Haus des Gastes“ (rund 230 000 Euro), in die Sanierung Stadtmauer (240 000 Euro) und die Umgestaltung der Altstadt/Bahnhofsvorstadt (insgesamt 670 000 Euro). Das Zentrum und Bahnhofsumfeld von Klötze konnte mit 620 000 Euro Fördermitteln aufgepeppt werden.

Stendal profitierte aus dem Programm „Sozialer Zusammenhalt“ mit 900 000 Euro für die Sanierung des Feuerwehr-Altbaus, einschließlich Außenanlagen, im Wohngebiet Stadtsee und aus dem Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ mit 200 000 Euro für den Abriss des alten Kaiser-Marktes in Süd. Aus dem gleichen Programm flossen 86 000 Euro nach Gardelegen für den Abriss von 24 Wohnungen an der Stendaler Straße. In Osterburg wurden die Sportanlage Bleiche mit 100 000 Euro und der Sozialtrakt Lindensporthalle, mit rund 67 000 Euro bewilligt. In Salzwedel wurde der Rückbau von 78 Wohnungen in der Lindenallee mit 332 000 Euro gefördert sowie etliche Sicherungsmaßnahmen, zum Beispiel an der Burgstraße (260 000 Euro), an der Jenny-Marx-Straße (220 000) und An der Marienkirche (255 000).

„Wir wollen die Städte und Gemeinden dabei unterstützen, die demografischen und wirtschaftlichen Herausforderungen im Bereich der Stadterneuerung zu bewältigen“, sagte Webel. Seit 1990 seien gut drei Milliarden Euro aus den verschiedenen Programmen der Städtebauförderung in Sachsen-Anhalts Kommunen geflossen. „Damit konnten seit der Wiedervereinigung viele Städte im Land Schritt für Schritt saniert und mit neuem Leben erfüllt werde“, fügte er hinzu. Zugleich strahle die Städtebauförderung positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung und den Arbeitsmarkt aus. (Von Christian Wohlt)

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