Stadträte kritisieren Wahlleiter Holz für dessen geheim geplantes Stimmenauszählen

„So geht es gar nicht“

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Das Salzwedeler Rathaus (r.) soll am 13. Juli mit Sabine Blümel (Salzwedel-Land) eine neue Chefin bekommen. Ihr Wahlsieg mit drei Stimmen Vorsprung gegenüber Sabine Danicke wird derzeit jedoch diskutiert. Ursache sind vermeintliche Fehler bei der Wahl, die zu vier Einsprüchen geführt haben.

Salzwedel. Der hauchdünne Wahlsieg von Sabine Blümel über Amtsinhaberin Sabine Danicke bei der Stichwahl vom 8. März um das Salzwedeler Bürgermeisteramt beschäftigt Politik und Verwaltung. Besonders in die Kritik ist Wahlleiter Matthias Holz geraten.

Sein Versuch, nach vier Einsprüchen gegen das Wahlergebnis mit einer nichtöffentlichen Neuauszählung der Stimmen für mehr Klarheit zu sorgen, ist von der Kommunalaufsicht gestoppt und von Mitgliedern des Stadtrates scharf kritisiert worden.

„So wie das geplant war, geht es gar nicht“, erklärte gestern CDU-Chef Peter Fernitz, der sich zusammen mit Norbert Hundt (SPD / Für Salzwedel) und Wolfgang Kappler (Salzwedel-Land) im Rathaus von den unangetasteten Stimmzetteln überzeugte. Sie konnten in Stichproben keine Schäden feststellen. Von der geplanten Neuauszählung hatten sie nur aus inoffiziellen Quellen erfahren, so Hundt.

Eine heimliche Auszählung sei ein Unding und ein ganz klarer Verstoß, empörte sich Peter Fernitz. Er fordert die Unterstützung von Landeswahlleiterin Christa Dieckmann. Fernitz und Hundt gingen gestern noch einen Schritt weiter: dass die Wahl durch die unrechtmäßige Auszählung ungültig gemacht werden sollte.

Solchen Spekulationen setzte Kommunalaufseher Hans Thiele ein Ende: Die Wahl wäre deswegen nicht automatisch ungültig. „Alles sehr hypothetisch“, so Thiele. [...]

Von Jens Heymann

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