Stadtverwaltung weist Einwohner auf ihre Winterdienstpflichten hin

Gegen Rutschgefahr: Kies, Splitt oder Sägespäne

Der Salzwedeler Bauhof ist für den Winterdienst gerüstet. Aus dem Rathaus gibt es aber den Hinweis, dass trotz aller Anstrengungen nicht alles auf einmal erledigt werden kann. Foto: AZ-Archiv
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Der Salzwedeler Bauhof ist für den Winterdienst gerüstet. Aus dem Rathaus gibt es aber den Hinweis, dass trotz aller Anstrengungen nicht alles auf einmal erledigt werden kann.
  • VonChristian Ziems
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Salzwedel. Noch ist von Schnee in der Altmark nichts zu sehen, die Salzwedeler Stadtverwaltung weist aber vorsorglich auf Pflichten der Einwohner hin. So müssen die innerörtlichen Gehwege von den Eigentümern der angrenzenden Grundstücke geräumt werden.

Eine Breite von 1,50 Metern gilt beim Räumen von Schnee als Mindestmaß. Wenn kein Gehweg vorhanden ist, reicht auch ein Meter. Und zwar auf der Straße. „Bei gemeinsamen Geh- und Radwegen gilt die nicht der Fahrbahn zugewandte Hälfte als zu räumender Gehweg“, verweist die Stadtverwaltung auf die aktuelle Straßenreinigungssatzung.

Bei Eis und Glätte muss die Oberfläche abgestumpft werden. Sand, feiner Kies, Splitt oder Sägespäne dürfen dafür immer verwendet werden. Streusalz ist nur bei extremen Wettersituationen erlaubt, chemische Mittel überhaupt nicht.

Nach 18 Uhr gefallenen Schnee gilt es werktags bis 7 und sowie feiertags bis 9 Uhr zu beseitigen. Das trifft auch für Eisglätte zu. Zwischen 7 und 18 Uhr muss sofort reagiert werden. Schneeberge dürfen zudem Straßen- und Fußgängerverkehr nicht behindern. Einläufe und Hydranten müssen ebenfalls die Anlieger freihalten.

Die Stadtverwaltung weist zudem darauf hin, dass die Einwohnerpflichten auch für die Kommune gelten, die ebenfalls Grundstücke besitzt. Dazu gehören öffentliche Gebäude, Schulen und Kindertagesstätten. Dabei wird nach festgelegten Schwerpunktkategorien gearbeitet.

An erster Stelle stehen stark befahrene Kreuzungs- und Einmündungsbereiche, kombinierte Rad- und Fußwege sowie frequentierte öffentliche Bereiche wie Bushaltestellen. „Hier gilt üblicherweise ein Einsatzplan, der stets an die aktuelle Wettersituation angepasst wird“, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Rathaus.

Derzeit sind acht Einsatztouren vorgesehen. Zwei davon erfolgen manuell. Vor Häusern und Übergängen sowie Bushaltestellen wird von städtischen Mitarbeitern per Hand geschoben oder gestreut. Bei den übrigen Touren wird auf die Fahrzeuge des Bauhofes gesetzt. Die Bereitschaft läuft werktags von 4 bis 20 Uhr, sonn- und feiertags von 6 bis 20 Uhr.

Die Streumitteldepots wurden aufgefüllt. Auf dem Bauhofgelände lagern 84 Tonnen in Silos sowie 50 Tonnen in einer Halle. In den Ortsteilen sind vielfach Winderdienstfirmen aktiv.

Von Christian Ziems

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