Landrat, Bürgermeisterin und Polizeichef: Propaganda im Netz statt Fakten

Gegen jeden Extremismus

+
Einen angeblichen Angriff auf das Autonome Zentrum in der Nacht zum 5. Juni konnte die Polizei nicht aufklären. Den Kriminalisten wurden Zutritt und Aussagen verweigert.

Altmarkkreis. Demonstrationsteilnehmer hatten am 14. Juli der Kreisstadt und auch immer wieder im Internet propagiert, dass Salzwedel und der Altmarkkreis ein Hort des Faschismus seien.

Dem widersprachen gestern Landrat Michael Ziche, Bürgermeisterin Sabine Blümel und Polizeichef Sebastian Heutig auf das Entschiedenste und wandten sich gegen jede Art von Extremismus.

Heutig belegte mit aktuellen Zahlen, dass es im ersten Halbjahr 2018 eine rechte und zwei linke Gewaltstraftaten gegeben habe. Auch ging der Polizeichef auf einen zwar medial verbreiteten, jedoch nicht der Polizei angezeigten Überfall auf das Autonome Zentrum an der Altperverstraße in Salzwedel ein. Dies war einer der Gründe für die Demo, während der 430 meist auswärtige Teilnehmer Nazistrukturen in der Provinz „zerlegen“ wollten. Heutig erläuterte, dass es eine Aufklärung des Überfalls auf das Autonome Zentrum gar nicht geben konnte, da die angeblichen Opfer unbenannt blieben und der Polizei der Zutritt zum Tatort verweigert wurde.

Von Holger Benecke

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare