Bäume sorgen seit Jahren für Unmut bei Anwohnern

Gefahr in Salzwedeler Pappeln: „Darunter spielen Kinder“

Karl-Heinz Fleischer macht auf die Gefahr der Pappelgruppe aufmerksam. Seiner Meinung nach könnten dort stattdessen weitere Garagen gebaut werden. Hinter ihm der immer nach Regen dort stehende See.
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Karl-Heinz Fleischer macht auf die Gefahr der Pappelgruppe aufmerksam. Seiner Meinung nach könnten dort stattdessen weitere Garagen gebaut werden. Hinter ihm der immer nach Regen dort stehende See.
  • Holger Benecke
    vonHolger Benecke
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Salzwedel – Bei Sauwetter steht der hintere Teil der Ernst-Thälmann-Straße 81 bis 97 unter Wasser. Bei schönem Wetter nerven die hohen Pappeln, die sich zwischen den Wohnblocks und der Lessing-Grundschule /Ringerhalle hinziehen.

Besonders, wenn diese in voller Blüte stehen. Dann ist dort bis zu drei Monate Pappelschnee angesagt. Ein Aufenthalt auf den Balkons im Freien oder Fenster und Türen öffnen geht so gut wie gar nicht. Inzwischen wurden die Balkons sogar verglast.

Auch sind die etwa 20 Pappeln in einem Alter, in dem sie fleißig Äste abwerfen. Eine Gefahr für die darunter spielenden Kinder und die Sportler, die sich im Umfeld der Ringerhalle aufhalten. Weitere Pappeln bilden eine kleine Gruppe neben den Altglascontainern. „Darunter spielen Kinder, Äste fallen herab“, macht Anwohner Karl-Heins Fleischer aufmerksam. Ein weiterer Punkt in Sachen Gefahrenabwehr. Zum Glück sei bislang noch nichts passiert, verursachen die großen Pappeln den Anwohnern trotzdem ein mulmiges Gefühl.

Die Pappelallee zwischen Schule und Thälmannstraße sorgt ebenfalls für Unmut, besonders zur Blütezeit.

Rund 30 Bewohner wollen die Pappeln, die ihr Alter erreicht haben, dort weghaben und stattdessen lieber kleinere Bäume auf dem grünen Streifen zwischen Häusern und Schule. „Wenn die Gruppe neben den Containern gefällt wird, wäre dort sogar Platz für weitere Garagen“, schlägt Karl-Heinz Fleischer vor. Denn etliche würden noch Unterstellmöglichkeiten für ihre Fahrzeuge suchen. Die Alternative wäre, dass einige Bäume auf die bereits vorhandenen Garagen stürzen würden, schaut Fleischer besorgt auf die in diese Richtung gekrümmten Pappeln.

Pappelschnee nennen die Anwohner das, was ihnen monatelang in die Wohnungen fliegt.

Insgesamt wollen die Anlieger ein besseres Wohnumfeld. Und das schon seit Jahren. Doch bislang sind ihre Ideen für das Areal ungehört verhallt. Denn während die Wohnblocks von der Wohnungsbaugesellschaft der Stadt verwaltet werden, ist die Pappelallee reiner Stadtgrund. Die Wohnungsbaugesellschaft hatte erst im vergangenen Jahr auf der anderen Seite der Häuser – also auf ihrem Grund – zwei große Pappeln wegnehmen lassen.

Doch städtischerseits häufen sich mit der Allee und der Gruppe der Pappeln sowie mit dem See, der bei Regen zwischen Garagen und Ringerhalle entsteht, seit Jahren die Probleme. Bislang ohne Besserung.

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