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Gedenken zum 100. Volkstrauertag auf Altstädter Friedhof in Salzwedel

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Von: Christian Reuter

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Menschen auf Friedhof
Trauer2.JPG © Christian Reuter

Zu einer Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag hatte der Kreisverband Salzwedel des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge am Sonntag, 13. November, eingeladen. Dazu waren zahlreiche Teilnehmer aus Politik und Gesellschaft zum Altstädter Friedhof „St. Marien“ in Salzwedel gekommen, darunter auch die Schützengilde und die Marinekameradschaft.

Salzwedel. Zu Beginn der Veranstaltung sprachen die Schüler Taila Appelt, Saymen Schütte und Estefania Leonie Thoms vom Salzwedeler Jahn-Gymnasium das Totengedenken.

Arendsees Bürgermeister Norman Klebe erinnerte in seiner Ansprache daran, dass der Volksbund seit 100 Jahren dafür arbeite, die Gräber der deutschen Kriegstoten im Ausland zu pflegen und zu erhalten. „Die Kriegsgräber und die Gedenkstätten für die Toten und Vermissten sind Orte der Trauer und der Erinnerung. Sie mahnen uns zu Verständigung, Versöhnung und Frieden“, sagte Klebe.

Angesichts des Krieges in der Ukraine erklärte der Arendseer Bürgermeister: „Frieden in Europa ist nicht selbstverständlich. Frieden braucht unser aller Wachsamkeit.“

Menschen auf Friedhof
Auch Dr. Hartmut Pollack und Norman Klebe (r.) legten zum Volkstrauertag einen Kranz nieder. © Christian Reuter

Heute wachse erneut der Nationalismus. Gerade deshalb sei es wichtig, gemeinsam der Opfer der Kriege zu gedenken und sich über Grenzen hinweg über vergangenes Leid, dessen Ursachen und die Voraussetzungen für ein friedliches Miteinander auszutauschen.

Der Volksbund bringe junge Menschen aus ganz Europa zusammen. „Der Austausch trägt dazu bei, die Perspektive der anderen besser zu verstehen; er stiftet Freundschaften und schärft das Bewusstsein dafür, dass Frieden ein Gut ist, das es gemeinsam zu bewahren gilt“, sagte Klebe.

Auch Dr. Hartmut Pollack vom Kreisverband des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge betonte, dass Frieden und Freiheit nicht selbstverständlich seien.

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