Peter Fernitz: Kulturhaus zu teuer für Vereine

Gebührenrabatt bleibt in der Diskussion

Echte Vereinsfeiern wie kürzlich die Altmarkgala der Karnevalsvereine sind im Kulturhaus Salzwedel selten geworden. Foto: Ziems
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Echte Vereinsfeiern wie kürzlich die Altmarkgala der Karnevalsvereine sind im Kulturhaus Salzwedel selten geworden.
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hey Salzwedel. Der nächste, noch nicht terminierte Marketingausschuss der Hansestadt soll Klarheit darüber bringen, ob Vereine künftig mit einem stärkeren Mietnachlass im Kulturhaus rechnen können.

Die Stadtverwaltung will eine entsprechende Vorlage erarbeiten, erklärte Bürgermeisterin Sabine Blümel am Dienstagabend. Vorausgegangen war ein Antrag der CDU-Fraktion, Vereine 50 Prozent weniger Gebühren zahlen zu lassen.

„Wir hören immer wieder Klagen von Vereinen und Schulen, die das Kulturhaus nutzen wollen, aber die Gebühren kaum bezahlen können“, begründete Fraktionschef Peter Fernitz den Antrag der Union. „Das Kulturhaus ist einst mit Steuermitteln gebaut worden“, so Fernitz weiter. Es erzeuge auch Kosten, wenn es leer stehe, wies er diesbezügliche Argumente von vornherein zurück.

Stadtchefin Blümel merkte dazu an, dass es bereits drei Tarifgruppen gebe. Dadurch würden beispielsweise Vereine mehr als 50 Prozent weniger bezahlen als Mieter kommerzieller Veranstaltungen. Derzeit sei die Verwaltung dabei, die Kostenstruktur des Kulturhauses komplett durchzukalkulieren. Erst dann könne über konkrete Zahlen diskutiert werden, hieß es.

Nur elf wirkliche Vereinsfestes habe es 2015 und 2016 im Kulturhaus gegeben, zählte Blümel auf. Kulturamtsleiter Joachim Mikolajczyk führte zudem an, dass vor allem kleinere Vereine das Gebäude nicht mehr nutzen wollen. Und: „Wir haben Infrastruktur, die andere nicht bieten können. Die kostet Geld.“

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