Insolventer Tourismusverband wirbt noch immer für die Region

Gästeplus für die Altmark

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Die Internet-Seite des früheren Tourismusverbandes Altmark ist noch immer online.

Altmark – Die altmärkische Tourismusbranche hat in den ersten fünf Monaten 2019 gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Plus von 2,1 Prozent auf 216.213 Übernachtungen verzeichnet. Das geht aus der aktuellen Bilanz des Statistischen Bundesamtes hervor.

Die Anzahl der Ankünfte stieg sogar um 4,9 Prozent. Das heißt, es kamen mehr Gäste in die Region. Positiv ist auch die Verweildauer, die bei durchschnittlich 2,6 Tagen lag. Diesen Spitzenwert für Sachsen-Anhalt erreichte außerdem nur der Harz.

Die Bilanz hätte sicher noch besser ausfallen können. Für die Saison 2019 gab es nach der Insolvenz des regionalen Tourismusverbandes kein langfristiges zentrales Marketing. Der neue Altmärkische Regionalmarketing- und Tourismusverband nahm erst zum Jahresanfang 2019 nach und nach seine Arbeit auf. Potenzielle Besucher haben es schwer, einen Überblick über aktuelle touristische Angebote aus der Region zu finden.

Wer im Internet zum Beispiel die Stichworte „Tourismus Altmark“, „Altmark Urlaub“ oder „Altmark-Ferien“ in die Suchmaske eingibt, landet noch immer auf der Seite des alten Verbandes. Nur Insider finden auf Anhieb die Adresse des Zweckverbandes „ART-Altmark.de“. Diese Webseite bietet aber keine touristischen Informationen über die Altmark, sondern dazu lediglich Links zu den Mitgliedern und anderen Portalen.

Insgesamt rangiert die Reiseregion Altmark bei den Übernachtungszahlen für die ersten Monate 2019 landesweit im hinteren Bereich. Nur die Region Magdeburg-Elbe-Börde schnitt mit einem mageren Zuwachs von 1,2 Prozent schlechter ab. Die Region Halle-Saale-Unstrut und der Harz legten um 2,9 Prozent zu. Mit einem Zuwachs von 3,1 Prozent steht die Region Anhalt-Wittenberg an der Spitze. Hier hatte es nach dem Reformationsjubiläum 2017 im vergangenen Jahr einen deutlichen Einbruch der Besucherzahlen gegeben.

VON CHRISTIAN WOHLT

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