„Sie kommen, um ihren Bio-Müll loszuwerden“

Futterautomat im Tierpark ist ein Erfolg, doch es gibt neue Probleme

Automat
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Der „WiFu 2.0“ sollte gegen das falsche Füttern der Tiere helfen. Damit entstand jedoch ein neues Problem.
  • VonLydia Zahn
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Endlich war es geschafft, der Förderverein des Tierparks hatte eines seiner größten Ziele umgesetzt. Vor rund zwei Monaten wurde der „WiFu 2.0“ im Salzwedeler Tierpark aufgestellt. Der Automat sollte gegen das falsche Füttern der Tiere helfen. Doch mit dem Aufstellen tauchte ein neues Problem auf.

Salzwedel – Mit dem Futterautomaten sollten die Tiere geschützt werden. Denn oft gab es damit Probleme, dass die Besucher des Parks falsches oder verdorbenes Essen über den Zaun warfen, obwohl es für die Tiere gesundheitliche Folgen nach sich ziehen kann. Mit dem „WiFu 2.0“ sollte das Geschichte sein. Ist es aber leider nicht.

Zwar habe sich das Problem mittlerweile gebessert, aus der Welt sei es dennoch nicht. „Manche Menschen gehen nur in den Tierpark, um ihren Bio-Müll loszuwerden“, weiß Raik Ohlmeyer, Vorsitzender des Fördervereins. Aber er ist sich sicher: „Die Leute meinen es nicht böse und denken, sie machen etwas Gutes. Oft ist das Essen für die Tiere aber ungeeignet.“ Um dem Ganzen Herr zu werden, müsse 24 Stunden jemand vor Ort sein, vermutet Ohlmeyer.

Was aber ein noch größeres Problem darstellt, sind die Pappbecher. Diese nimmt der Besucher, füllt am Automaten das Futter ein und kann anschließend zu den Tieren gehen. Statt die Becher aber zu entsorgen, werden diese achtlos auf den Boden geworfen, berichtet der Vorsitzende. Nun setzt der Verein seine Hoffnung auf einen Kasten, in den die benutzen Becher gesteckt werden können. So soll dem Müllproblem entgegengewirkt werden.

Doch von dem achtlosen Wegwerfen der Becher mal abgesehen, mache sich der „WiFu 2.0“ gut. „Der Futterautomat wird super angenommen. Wir müssen regelmäßig das Futter nachfüllen. Und die Rückmeldungen sind positiv“, freut sich Ohlmeyer über den Erfolg.

Lange hatte der Förderverein an seinem Ziel gesessen. Durch die Unterstützung durch Lotto Sachsen-Anhalt konnte der 4760 Euro teure Automat bezahlt werden. Nach wochenlangem Warten war er dann endlich da. Mitte August wurde der Spender eingeweiht. Von nun an konnte an die Tiere jene Nahrung verfüttert werden, die für sie verträglich ist. Denn auch die Futtertonnen für Spenden, die auf dem Gelände gestanden hatten, waren keine Dauerlösung – mittlerweile sind sie verschwunden.

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