Integration durch Kreativität / Basteltag im Zeichen der Völkerverständigung

„So funktioniert es“

Bei gemeinsamem kreativen Tun lernt sich die deutsche Sprache leichter. Gleichzeitig wurde beim Gestecke-Basteln ein Stück deutsche Weihnachtskultur vermittelt. „So funktioniert es“, sind sich Irene Liedtke (hinten Mitte) und Erika Schröder (hi. r.) sicher.
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Bei gemeinsamem kreativen Tun lernt sich die deutsche Sprache leichter. Gleichzeitig wurde beim Gestecke-Basteln ein Stück deutsche Weihnachtskultur vermittelt. „So funktioniert es“, sind sich Irene Liedtke (hinten Mitte) und Erika Schröder (hi. r.) sicher.

Salzwedel. Man kann eine fremde Sprache lernen, indem man die Schulbank drückt. Oder in der Gemeinschaft. Das fördert dann mitunter auch die Völkerverständigung, wie gestern bei der Diakonie an der Hopfenstraße.

„Stecken – Gesteck“, „leuchten – Licht“, „schmücken – Schmuck“ – was die meisten Aussiedler aus Russland, Kasachstan und Kirgisien schon wissen, war für „die Neuen“ aus Mazedonien, Afghanistan und aus dem Iran absolutes Neuland. Drei Dinge aber verbindet alle, die gestern gemeinsam die deutsche Weihnachtskultur zelebrierten – der Wille zu lernen, der Wille zur Integration und der Wille, die neue Heimat in allen Facetten kennenzulernen.

So hatten Irene Liedtke, Chefin der Aussiedlerberatung, Erika Schröder als „Gebrauchsdeutsch“-Lehrerin, deren Tochter Susanne als Assistentin und die Salzwedeler Floristin Margarethe Hein nicht nur leichtes Spiel, sondern auch viel Spaß.

„Heute ist Dienstag, der 27. November. Morgen ist Mittwoch, der 28. November. Und gestern war Montag, der 26. November“, sprudelte es aus einem mazedonischen Mädchen heraus. „Sprachmanagement durch Praxis“ nennt Erika Schröder das, was sie seit Monaten ehrenamtlich in der Diakonie lehrt. Und Aktionstage wie das gestrige Adventgestecke-Basteln, verbunden mit Naschwerk der Vorweihnachtszeit, seien äußerst hilfreich, denn in der Gemeinschaft und bei kreativem Tun lernt es sich leichter.

So wissen die Aussiedler und Migranten spätestens seit gestern auch, was die Floskeln „Ohne Fleiß kein Preis“ oder „Lachen ist gesund“ bedeuten.

Von Ulrike Meineke

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