Täler der Ahnungslosen

Funkloch-Finder deckt Versorgungslücken im Mobilfunknetz auf

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Mit einer App und auf einer Seite im Internet können Funklöcher gemeldet werden. 

ct Magdeburg / Altmark. Zwischen Mannhausen, Potzehne, Zobbenitz und Calvörde liegt ein großes „Tal der Ahnungslosen“. Die CDU-Landtagsfraktion hat dort mit ihrem „Funklochfinder“ eine der weiträumigsten Mobiltelefon-Versorgungslücken Sachsen-Anhalts ausgemacht.

Entlang der B189 bei Colbitz, Dolle und Seehausen sowie in und um beide altmärkische Kreisstädte sieht es nicht besser aus. Hinzu kommen viele kleine rote Punkte auf der Karte.

Es sei erschreckend, dass es im Jahre 2018 noch immer Orte gebe, die keine oder langsame Internetverbindungen hätten, sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der Fraktion, Ulrich Thomas.

Er sieht die Mobilfunkbetreiber in die Pflicht, den Netzausbau voranzutreiben. „Die ganze Welt bereitet sich auf den Ausbau von 5G-Netzen vor und Deutschland versucht immer noch, seine Funklöcher zu beseitigen“, schimpfte er.

„5G“ ist der neue Mobilfunkstandard, dessen Einführung die Bundesregierung jetzt beschlossen hat. Zunächst wird das wohl in den Ballungsgebieten geschehen. Die Mobilfunkbetreiber werden auch nicht verpflichtet, ihre Netze für das jeweils andere Unternehmen zu öffnen, damit die Kunden zumindest von einer fast flächendeckenden Abdeckung profitieren könnten.

Kritik kommt auch von der kommunalen Basis. Tangerhüttes Einheitsgemeindebürgermeister Andreas Brohm (parteilos) fürchtet, dass der ländliche Raum, ähnlich wie beim Breitbandausbau, zu kurz kommt und so weiter abgehängt wird.

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