Pressekonferenz im Salzwedeler Rathaus / Mehrere Autos angezündet

Autobrände in Salzwedel: Drei Feuerwehrleute sind mutmaßliche Brandstifter

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Die Autos und der Unterstand stehen lichterloh in Flammen.

klü/ds/mdk/cz Salzwedel.  Die Polizei teilt gerade mit, dass nun neben dem am Wochenende festgenommenen 18-Jährigen auch zwei weitere Jugendliche tatverdächtig sind. Alle drei sind Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Salzwedel. Der 18-Jährige befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen dauern an.

Weitere Informationen zum Stand der Ermittlungen seien aus taktischen Gründen und Gründen des Datenschutzes nicht möglich, heißt es weiter in der Pressemitteilung der Salzwedeler Polizei. Am vergangenen Wochenende hatten an unterschiedlichen Stellen in der Hansestadt Autos gebrannt. Der Sachschaden lag über 100.000 Euro. 

Für 14 Uhr ist heute im Salzwedeler Rathaus eine Pressekonferenz von Stadt und Polizei angesetzt.

...wir berichten weiter.

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(Ursprünglicher Artikel von Sonnabend, 22. Oktober)

Was war das für eine Nacht in Salzwedel? Mehrere Autos stehen in Flammen. Zuerst brennen Fahrzeuge gegen 22.30 Uhr an einem Unterstand an der Neutorstraße. Etwas später, gegen 2.20 Uhr morgens, lodern Flammen aus einem Kleinwagen am Bahnhofsparkplatz. Erschreckend: Personen mit Clowns-Masken sollen vom Brandort geflüchtet sein.

Die Bilanz der Nacht: Insgesamt neun Fahrzeuge wurden zerstört oder stark beschädigt. Der Sachschaden beträgt laut Polizei rund 90.000 Euro.

Auch dieser Kleinwagen am Bahnhofsparkplatz stand in Flammen.

Die Ermittler geben auch bekannt, dass nahe des Brandortes vor Ausbruch der Flammen fünf Personen, vermutlich Jugendliche, gesehen wurden. Sie hielten sich sowohl an der Comenius-Schule als auch "auf dem betroffenen Parkplatz auf", so die Polizei. War es Brandstiftung, die mit dem fraglichen Trend der sogenannten Horror-Clowns zu tun hatte? Das scheint zumindest nicht unwahrscheinlich. Kurz vor Ausbruch der Flammen sollen sich eine oder mehrere der verdächtigen Personen eine Clowns-Maske übergezogen haben und anschließend sehr schnell vom Brandort weggelaufen sein.

Bereits am Donnerstag trieb ein Horror-Clown in der Altmark sein Unwesen. Zu Schulbeginn hielt ein maskierter Clown vor der Stendaler Grundschule an der Goethestraße ein Schild hoch mit der Aufschrift: „Ihr werdet alle sterben.“ Der Maskierte habe Erst- bis Viertklässler frühmorgens vor dem Gebäude im Stendaler Bahnhofsviertel massiv geängstigt, schildert Polizeihauptkommissarin Franziska Hain. Das Phänomen der Horror-Clowns war bisher in den USA bekannt, schwappt nun aber auch nach Europa.

Zeugen, die etwas in der Brandnacht gesehen haben, melden sich bitte bei der Polizei unter Telefon: (0 39 01) 84 80

(Update): Auf einem Parkplatz an der Salzwedeler Neutorstraße standen mehrere Autos unter einem Unterstand in Flammen. Gegen 22.30 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert. Die letzten Brandherde werden gerade erstickt. Mindestens fünf Fahrzeuge wurden völlig zerstört, weitere beschädigt.

(Ursprünglicher Nachricht): Die Salzwedeler Feuerwehr ist im Einsatz und versucht den Brand an den fünf Fahrzeugen zu ersticken. Anwohner fahren unterdessen weitere Autos aus der Gefahrenzone, während die Flammen immer höher schlagen.

Mehrere Autos brennen in Salzwedel

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