Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit kräftigen Tritten bei der Friedensfahrt

Freude am Radfahren kennt keine Altersgrenze

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Salzwedel. Weiße Tauben erhoben sich gestern Vormittag in die Luft, doch danach ging es auf dem Boden zur Sache. Genauer gesagt auf Salzwedels Innenstadtstraßen. Dort kamen die zweitägigen Radrenntage auch gestern ordentlich in Fahrt.

Kleine Friedensfahrt, Jedermann- und Ausscheidungs-Rennen: Für alle Altersklassen war was dabei. Selbst für die Kinder, die noch nicht selbst in die Pedale treten können. Sie starteten kurzerhand mit Laufrädern, Schubkraft gab es teilweise von den Eltern. Bei den Jüngsten war dies noch erlaubt. Die älteren Teilnehmer bekamen dafür viel Applaus als Motivationsschub. Immer wieder ging es durch die zum Teil engen Kurven. Ein Führungsfahrzeug wies den Weg, ortsfremde Teilnehmer schauten sich die Strecke vorher an.

Das Kopfsteinpflaster bereitete keine Probleme, erfahrene Fahrer erreichten in der Spitze Geschwindigkeiten um die 50 km/h. Moderne Technik, die die Zeiten genau erfasste, half beim reibungslosen Ablauf. Ohne ehrenamtliche Hilfe wäre solch eine Veranstaltung aber nicht möglich. Für die Radrenntage „Hölle des Ostens“ waren unzählige Helfer verantwortlich. Sei es beim Organisieren der Rennen, den Anmeldungen oder der Preisübergabe. Die Radsportgruppe 09 Salzwedel zieht mit der Werbegemeinschaft an einem Strang und Hilfsorganisatoren legen nötige Grundlagen. Denn es gilt, Streckenposten zu stellen und markante Ecken abzusichern. Schließlich soll kein Passant in Gefahr geraten, weil er über die Straße läuft.

Von der Salzwedeler Ortsgruppe des Technischen Hilfswerks waren 25 Freiwillige dabei, das Deutsche Rote Kreuz hatte acht Helfer im Einsatz. Hinzu kamen acht Streckenposten, die von den Veranstaltern gestellt wurden. Es gab einen Mann, dem Moderator Jost Fischer keine Arbeit wünschte. Rennarzt Dr. Hartmut Steffens aus Köln gab den Teilnehmern am Sonnabend noch mit auf den Weg: „Fahrt nicht schneller, als euer Schutzengel fliegen kann.“ Der Wunsch des Chirurgen erfüllte sich, die Teilnehmer absolvierten die Runden sicher. Gestern machte die Wärme Radfahrern zu schaffen. Ein Kind wurde behandelt – Kreislaufprobleme.

Am Wochenende spielte Fairness eine große Rolle. Als das Pannenpech einen Fahrer verfolgte, überließ ihm ein anderer, der keine Chance auf einen vorderen Platz hatte, sein Rad. Auch für diesen besonderen Wettkampfhöhepunkt gab es Applaus.

Von Christian Ziems

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