Für zweiten Bauabschnitt unter dem „Dach der Wende“ werden 230 000 Euro benötigt

Fördermittel sind beantragt

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Noch müssen eiserne Stützen den Westflügel halten. Erst nach der Sanierung werden diese entfernt.

hob Salzwedel. Noch immer stehen die eisernen Stützen an der Außenwand der Westhalle von Sankt Katharinen. „Die Förderanträge für den zweiten Bauabschnitt sind eingereicht“, sagt Dr. Frieder Oßwald, Vorsitzender des Gemeindekirchenrates und damit Bauherr.

Wenn die Finanzen geklärt sind – 230 000 Euro werden benötigt – kann die Sanierung abgeschlossen werden.

Das Gotteshaus – von den Salzwedelern, die sich dort im geschichtsträchtigen Oktober 1989 versammelten, auch als „Dach der Wende“ bezeichnet – drohte einzustürzen. Zumindest der Westflügel, dessen Fundamente den gewaltigen Bau nach Jahrhunderten nicht mehr halten konnten. 2010 lief die Rettungsaktion an. 150 Säulen wurden unter den Westflügel zum Stabilisieren gesetzt. Modernste Verfahren wurden dabei eingesetzt. Die Säulen haben einen Durchmesser von 1,20 Meter und wurden bis in eine Tiefe von 6,50 Meter mit Flüssigbeton sozusagen unter die tragenden Stützen und den Boden der Westhalle injiziert.

580 000 Euro kostete der erste Bauabschnitt. Dieser beinhaltete nur die Sicherung des Bauwerkes. Nun stehen die Reparaturen an. Denn der Westflügel ist von zahlreichen Setzungserscheinungen der Fundamente in Mitleidenschaft gezogen. Risse ziehen sich durch die Gewölbe. Dafür sind Fördermittel nötig. „Und wir sammeln Spenden“, sagte Dr. Oßwald.

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