Eine Lese-Oase in der Marienkirche

Förderkreis schuf Bücherecke, Küsterin Gaby Engel lieferte die Idee

Mann und Frau
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Seit knapp drei Wochen gibt es die Lese-Oase in der Marienkirche, zeigen Friedrich und Annette von Biela.
  • VonArno Zähringer
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Eine Lese-Oase hat die Mariengemeinde Salzwedel vor knapp drei Wochen in der Kirche geschaffen. Die Idee dazu hatte Küsterin Gaby Engel. Dadurch haben Freunde der Literatur eine Rückzugsmöglichkeit.

Salzwedel – Mancher Besucher der evangelischen Marienkirche reibt sich mitunter ein wenig verwundert die Augen. Stehen doch in dem Gotteshaus im hinteren Bereich zwei Liegestühle, ein kleiner runder Tisch mit einer Topfpflanze, eine Sitzbank mit Polster und einige Pflanzenkübel. Das Ambiente ist ungewöhnlich für eine Kirche, doch alles in allem macht das durchaus Sinn.

Denn seit etwas mehr als drei Wochen gibt es in der St.-Marien-Gemeinde Salzwedel eine sogenannte Lese-Oase, die Besuchern Rückzugsmöglichkeiten bietet. „Die Idee dazu hatte unsere Küsterin Gaby Engel“, berichtet Pfarrer Friedrich von Biela im Gespräch mit der AZ. Gaby Engel hatte nämlich beobachtet, dass sich Nutzer der bereits seit Langem bestehenden Bücherecke immer wieder in der Literatur sozusagen festlasen und angesichts mangelnder Alternativen rund um die Bücherecke herumstanden. Dadurch kam ihr der Einfall mit Liegestühlen und Sitzbank. Eine Idee, die von den Lesenden gerne angenommen wird.

Für die Betreuung und Organisation der Bücherecke ist der Förderkreis zur Erhaltung der Marienkirche zuständig. Er pflegt und sortiert die Bücher, die von den Menschen gegen eine geringe Gebühr ausgeliehen werden können. Das Geld, das der Förderkreis dadurch einnimmt, kommt letztlich wieder der Kirche zu Gute. Der Förderkreis, dessen Vorsitzende Annette von Biela ist, wurde 1990 unter dem Namen „Bausteine der Hoffnung“ gegründet. Im Jahr 1995 wurde er zum Förderkreis zur Erhaltung der St.-Marien-Kirche Salzwedel umbenannt.

Zweck des Förderkreises ist die Unterstützung von baulichen Maßnahmen an der Kirche. Er möchte vorwiegend die Ausstattung bewahren, die mit öffentlichen Mitteln kaum gefördert werden kann. „Wir arbeiten aktiv an einem Konzept für eine barrierefreie Marienkirche“, betont Annette von Biela. Dazu gehört unter anderem ein Aufzug zur Joachimskapelle (die AZ berichtete). Aktiv wird der Förderkreis auch am Tag des offenen Denkmals, der in diesem Jahr am 12. September begangen wird. Dazu öffnet das Café in der Kluhs. „Dafür bitten wir um Kuchenspenden“, sagte Annette von Biela. Turmführungen für Erwachsene und Kinder, Orgel- und Kirchenführungen werden das Programm am Tag des offenen Denkmals abrunden.

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