Minister weiß nichts Offizielles / Anfragen liegen in Ämtern

Förderanträge in Salzwedel: Hoffen auf Drehleiter und Depot

Christoph Rodewohl (r. stehend) und die Feuerwehrchefs aus dem Stützpunktbereich F informierten Innenminister Holger Stahlknecht (l.) über die Lage in ihrem Abschnitt. Es ging um den Neubau eines Depots in Klein Wieblitz.
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Christoph Rodewohl (r. stehend) und die Feuerwehrchefs aus dem Stützpunktbereich F informierten Innenminister Holger Stahlknecht (l.) über die Lage in ihrem Abschnitt. Es ging um den Neubau eines Depots in Klein Wieblitz.

Salzwedel / Klein Gerstedt – „Alles andere kriege ich hin – diese beiden großen Sachen nicht“, sagte Salzwedels Bürgermeisterin Sabine Blümel gestern zu Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht.

CDU-Landtagsabgeordneter Carsten Borchert hatte Stahlknecht nach Salzwedel gelotst, um sich mit ihm die Probleme vor Ort anzuschauen. Und diese waren eine neue Drehleiter für die Salzwedeler Ortswehr sowie ein Gerätehausneubau für den Stützpunkt F in Klein Wieblitz.

Vize-Stadtbrandmeister Christian Schulz (v.r.), Karsten Jürgens und Mario Müller (Vize und Chef der Salzwedeler Wehr) zeigten Innenminister Holger Stahlknecht und Landtagsabgeordneten Carsten Borchert die in die Jahre gekommene Drehleiter.

Eine neue Drehleiter kostet rund 600 000 Euro. Die in Salzwedel im Einsatz befindliche aus dem Jahr 1995 war seinerzeit noch für 700 000 DM zu kriegen. Hat aber inzwischen bei zwei Inspektionen jeweils 100 000 Euro verschlungen. Und so langsam gehen die Ersatzteile aus. „Bei der Überholung im Werk mussten neue Platinen schon extra geätzt werden. Und ohne Elektronik funktioniert das ganze Fahrzeug nicht mehr“, schilderte Vize-Feuerwehrchef Karsten Jürgens dem Minister die Notlage. Ein Förderantrag ist bereits gestellt worden, jedoch ohne Erfolg, weil die gesamte Drehleiter-Förderung gecancelt wurde. Nun wollen es die Salzwedeler erneut versuchen. Der neue Antrag dafür liege beim Altmarkkreis, sagte Bürgeramtsleiter Andreas Hensel. Dieser habe für das Bearbeiten noch bis Ende August Zeit.

Ortswechsel: Im Klein Gerstedter Feuerwehrhaus ging es dann um den Neubau für den Stützpunkt F. Andreas Hensel rechnete hoch: „Pro Einstellplatz 500 000 Euro – das macht 1,5 Millionen Euro.“ Dafür sei eine Voranfrage auf mögliche Zuschüsse gestellt worden, damit im März nächsten Jahres der Förderantrag für einen Baubeginn 2022 folgen könne, so der Bürgeramtsleiter.

Stirnrunzeln beim Innenminister. Davon wisse er nichts. „Wann ist die denn rausgegangen?“, wollte auch Carsten Borchert wissen. Die Voranfrage sei Ende Januar an das Landesverwaltungsamt gegangen. Stahlknecht bat um Informationen. Diese sollen ihm heute zugeschickt werden, sagte die Bürgermeisterin zu.

VON HOLGER BENECKE

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