Altmarkkreis sucht Freiwillige / Fremde könnten über Vereine integriert werden

Flüchtlinge: Ehrenamtliche sollen im Alltag helfen

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Über sportliche Aktivitäten können sich Einheimische und Flüchtlinge kennen lernen. Der Altmarkkreis sucht seit Anfang des Jahres Ehrenamtliche, die die Neuankömmlinge im Alltag unterstützen.

Salzwedel. So genannte Integrationshelfer sollen im Altmarkkreis etabliert werden. Dafür sucht die Verwaltung weitere Ehrenamtliche. Diese sollen Asylbewerber sowie Flüchtlinge tatkräftig unterstützen. Dabei gilt es, die aktuellen Bedürfnisse zu beachten.

„Ehrenamtliche bieten zum Beispiel Begleitung im Alltag“, heißt es in einer Pressemitteilung des Altmarkkreises. Dazu gehören unter anderem Behördengänge.

Aber auch die Sprache spielt eine wichtige Rolle. Das Deutschlernen hilft besser Kontakte zu knüpfen und in die Gesellschaft zu finden. Freiwillige können beim Training helfen. Aber auch die Kreisvolkshochschule bietet zum Thema einige Angebote. Die Einrichtung greift zum Beispiel Schulen unter die Arme. Die Kinder der Hilfesuchenden haben genauso ein Recht auf Betreuung sowie Bildung wie Einheimische.

Vereine könnten ebenfalls Chancen bieten. Beim Kreis-Sportausschuss wurde darüber diskutiert, dass die Flüchtlingsproblematik neue Möglichkeiten eröffnet. Die Kinder, Frauen und Männer können von den Angeboten profitieren.

Zudem würde dies die Vereine des Altmarkkreises stärken. Finanzielle Unterstützung gibt es beim Jobcenter.

Zu den Aufgaben der Integrationshelfer kann zudem gehören, beim entwickeln einer neuen beruflichen Perspektive zu helfen. Der Fachkräftemangel biete einige Möglichkeiten. Auch in diesem Bereich gibt es Förderungen. Diese laufen über die Arbeitsagentur. Um ins gesellschaftliche Leben zu finden kann es schon genügen, wenn Altmärker den Neuankömmlingen ihre Hobbys näher bringen. Auch bei der Wohnungsausstattung sind immer wieder Ratschläge wichtig.

Damit Hilfsangebote im Kreis möglichst effektiv umgesetzt werden, gibt es seit einigen Wochen das neue Projekt „Diakonische Flüchtlingshilfe“. Dort steht vor allem Koordinationsarbeit an. Für den Raum Salzwedel ist Jörg Bieber der Ansprechpartner, Tel. (03 901) 30 48 30. Die Region Gardelegen wird von Christina Dietmann betreut. Sie ist unter Tel. (01577) 32 35 950 zu erreichen.

Von Christian Ziems

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