Deutsche Meisterschaft der 2. Liga Nord im Frisbee ist in Salzwedel zu Gast

Fliegende Scheiben in der Hansestadt

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Maria Kairies ist nicht nur leidenschaftliche Frisbeespielerin. Die gebürtige Salzwedelerin hat die Deutsche Meisterschaft der 2. Liga Nord am Wochenende in ihre Heimatstadt geholt.

ann Salzwedel. Frisbeescheiben werden ab morgen das Bild im Salzwedeler Seelenbinder-Stadion dominieren. Denn auf der Anlage suchen acht Teams aus Norddeutschland ihre beiden Aufsteiger für die Erste Bundesliga.

Zwar ist kein Salzwedeler oder Altmärker aktiv dabei, dennoch hat mit Maria Kairies eine gebürtige Salzwedelerin die Deutsche Meisterschaft der 2. Liga Nord in ihre Heimatstadt geholt und ist Cheforganisatorin für dieses Event.

„Ich hatte vor einigen Jahren schon einmal den Wunsch, in Salzwedel eine Meisterschaft auszutragen. Doch das hat damals nicht geklappt. umso mehr bin ich froh, dass die Veranstaltung am Wochenende in Salzwedel über die Bühne geht“, sagte die junge Frau, die im Frisbee-Bundesverband ehrenamtlich im Vorstand aktiv ist. Die acht Teams spielen am Sonnabend von 9 bis 19 Uhr und am Sonntag von 9 bis 15.30 Uhr um Sieg und Niederlage. Dann sollten die beiden Aufsteiger in die Beletage des deutschen Frisbeesports feststehen. Favoriten sind der Erstliga-Absteiger aus Bremen sowie die Vertretung aus Osnabrück.

„Frisbee ist eine Randsportart, die es seit einigen Jahren in Deutschland in Form eines Meisterschaftsspielbetriebs gibt. Die Veranstaltung in Salzwedel soll auch dazubeitragen, die Sportart in der Region bekannter zu machen“, erzählt Maria Kairies. Damit auch einige Einheimische das Event am Wochenende verfolgen, hat sie ihren ehemaligen Sportlehrer vom Jahn-Gymnasium und Schüler sowie frühere Mitstreiter angeschrieben, ins Seelenbinder-Stadion zu kommen. „Vielleicht entwickelt sich da nach dem Turnier was“, so die Hoffnung der gebürtigen Salzwedelerin, die seit geraumer Zeit in Münster lebt.

Frisbee kommt aus Amerika und ist ein körperloses Bewegungsspiel. „Zu einer Mannschaft gehören sieben Spieler, die versuchen, die 175 Gramm schwere Scheibe über eine Linie der gegnerischen Mannschaft zu werfen. Welches Team zuerst 15 Punkte oder innerhalb von 90 Minuten die meisten Zähler hat, ist der Matchsieger“, erklärt Maria Kairies die Spielregeln.

Deutschland gehört im Welt- und Europamaßstab in Sachen Frisbee zu den führenden Teams. „Bei den Weltmeisterschaften wurde die Nationalmannschaft Sechster und Vize-Europameister“, so die Organisatorin. Zwar ist Frisbee noch nicht olympisch, aber bei den World Games war die Sportart vertreten.

Die Geschichte der Segelscheibe geht bis auf das Jahr 1871 zurück. Das Familienunternehmen von Bäcker William Russel Frisbie in Bridgeport an der amerikanischen Ostküste verkaufte unter anderem Torten in runden Kuchenformen. In den 1940er Jahren begannen Kinder mit den weggeworfenen Formen zu spielen, die aber nur über sehr kurze Distanzen flugfähig waren. Im Laufe der Jahre wurde die Scheibe ständig weiterentwickelt und zunächst als Freizeitbeschäftigung genutzt. Mittlerweile wird sie, wie am Wochenende in Salzwedel, auch wettkampfmäßig betrieben. Zunächst in Amerika, dann in England und seit einiger Zeit eben auch in Deutschland.

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