Fünf potenzielle Brandstifter, darunter der ehemalige Salzwedeler Jugendwart, kommen vor Gericht

Feuerwehrleute aus Salzwedel auf der Anklagebank

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Elf Autos wurden in Salzwedel abgefackelt. Tatverdächtig sind fünf Feuerwehrleute, darunter der Ex-Jugendwart.

Salzwedel. Den potenziellen Brandstiftern, die am 3. und 21. Oktober 2016 in Salzwedel insgesamt elf Autos abgefackelt haben sollen, wird jetzt der Prozess gemacht. Die Verhandlungen gegen die Salzwedeler, die aus den Reihen der Freiwilligen Feuerwehr stammen, beginnen am 23. Februar am örtlichen Amtsgericht, teilte der Pressesprecher des Landgerichts Stendal, Dr. Michael Steenbuck, auf Nachfrage mit.

Dabei geht es an diesem Tag zunächst um den Einzellfall eines 18-jährigen Feuerwehrmannes, der gerade erst aus der Jugendfeuerwehr in den aktiven Dienst übernommen worden war. Er wurde am 23. Oktober vergangenen Jahres nach dem Anzünden eines Autos auf frischer Tat gestellt und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Auch der ehemalige Jugendwart der Salzwedeler Feuerwehr sitzt noch ein. Der 32-Jährige wurde am 22. November festgenommen. Vernommen wurden zudem vier 16-Jährige aus seiner Jugendwehr. Der Tatvorwurf: Sie sollen im Oktober vergangenen Jahres mehrere Pkw im Stadtgebiet abgefackelt haben.

Der Termin für diese Verhandlung könnte Mitte März angesetzt werden, wusste Dr. Steenbuck. Da die fünf Angeklagten auch fünf Verteidiger haben, seien noch Formalien zu klären, so der Pressesprecher. Zudem könnten Teile des Prozesses nicht öffentlich geführt werden, wies Steenbuck auf das jugendliche Alter von vier Angeklagten hin.

Insgesamt werde der Prozess jedoch öffentlich geführt, so Steenbuck weiter. Denn zum einen ist der Hauptangeklagte 32 Jahre alt und zum anderen ergebe sich aufgrund seiner exponierten Stellung in der Freiwilligen Feuerwehr ein besonderes öffentliches Interesse.

Von Holger Benecke

Mehrere Autos brennen in Salzwedel

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