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Salzwedel: Feuerwehrgerätehäuser sollen im Notfall Anlaufstelle sein

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Von: Jens Heymann

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Der Kreistag des Altmarkkreises tagte am Montag in der Sporthalle der Salzwedeler Berufsschule.
Der Kreistag des Altmarkkreises tagte am Montag in der Sporthalle der Salzwedeler Berufsschule. Dort ging es unter anderem um Gegenmaßnahmen im Falle einer akuten Energiekrise im Herbst und Winter. © Heymann, Jens

Wenn am heutigen Mittwoch im „Deutschen Haus“ in Arendsee der Landrat und die hauptamtlichen Bürgermeister der Gemeinden des Altmarkkreises zusammenkommen, geht es unter anderem um die mögliche Energiekrise in diesem Winter. Einen Vorgeschmack auf Gegenmaßnahmen gab Landrat Steve Kanitz bereits am Montag während der Kreistagssitzung in der Sporthalle der Salzwedeler Berufsschule auf dem Fuchsberg.

Salzwedel – Im Fall der Fälle sollen die örtlichen Feuerwehrgerätehäuser als Anlaufstelle für die Bevölkerung dienen. Die seien mit Notstromaggregaten und Funk ausgestattet. Dorfgemeinschaftshäuser seien aufgrund ihrer deutlich weniger krisenfesten Ausstattung eher sekundärer Natur, hieß es sinngemäß.

Grundsätzlich, so Kanitz, bleiben die Gemeinden für ihre Bürger verantwortlich – im Fall von Salzwedel also die Stadtverwaltung. Entsprechende Absprachen sollen Thema der eingangs erwähnten Konferenz am heutigen Mittwoch in Arendsee sein.

Der Landrat bezifferte die geschätzten Mehrkosten an Energie im Bereich der Kreisverwaltung auf mehr als 400 000 Euro. Das sei eine Herausforderung für den Haushalt, betreffe im Land Sachsen-Anhalt aber alle Kreise. Einen Ausfall der Gasversorgung befürchte er nicht; Notfallszenarien würden sich eher um ein Ausbleiben von Strom infolge einer Netzüberlastung drehen. Generell wolle der Kreis aber nur sichere Infos herausgeben und „nicht Teil der Verunsicherung werden“, wie Steve Kanitz dem Kreistag erklärte. Home-Office und das Abstellen nebensächlicher Warmwasserquellen seien Maßnahmen, die in der Kreisverwaltung umgesetzt werden.

Der Altmarkkreis müsse allerdings mit noch mehr klarkommen, schloss Kanitz ab. Das neue, höhere Bürgergeld werde mehr Anträge zur Folge haben, Flüchtlinge aus der Ukraine blieben ein Faktor, und durch die Energiekrise könne die Arbeitslosigkeit ansteigen.

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