In Wohnblock wurde eingebrochen / Graffiti richtet sich gegen Einzug von Asylbewerber

Feuer: Offenbar Brandanschlag in Langenapel

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Die Brandbekämpfung am Montag dauerte bis gegen 22.50 Uhr. 58 Aktive aus sechs Feuerwehren waren im Salzwedeler Ortsteil Langenapel vor Ort

Langenapel. Der Auslöser für das Großfeuer im Dachstuhl eines seit Jahren leer stehenden Wohnblocks am Montagabend (wir berichteten) war offenbar ein Brandanschlag. Denn, wie die Kriminalpolizei ermittelte, wurde in das Haus an der Appeldornstraße zuvor eingebrochen.

„Ein Graffiti im Treppenhaus richtet sich gegen den Einzug von Asylbewerbern. Nach bisherigem Ermittlungsstand muss von vorsätzlicher Brandstiftung ausgegangen werden“, informierte die Polizei.

Ein technischer Defekt, wie zunächst vermutet, scheidet nahezu als Brandursache aus, weil die Einsatzkräfte vor Ort den Elektro-Verteilerkasten und auch den Stromzähler kontrollierten. „Es gab keinen Strom in den oberen Etagen des Hauses und im Dachboden“, bestätigte auch Langenapels Ortsbürgermeister Frank Wüstemann.

In einer Pressemeldung von der Salzwedeler Polizei heißt es, „dass weder seitens des Landkreises noch der Kommune die Absicht bestand, dort Asylbewerber unterzubringen“. Wie die AZ erfuhr, gab es offenbar jüngst einen Eigentümerwechsel bei dem Gebäude. Laut Wüstemann steht der Block seit vier bis fünf Jahren leer. Allerdings wurde, wie Anwohner beobachten, vor wenigen Tagen jemand beim Betreten des leer stehenden Blockes gesehen.

Der Schaden wird auf rund 100 000 Euro geschätzt. Die Polizei hat einen Zeugenaufruf gestartet. Wer am Brandort verdächtige Personen oder Fahrzeuge gesehen hat, sollte sich unter Tel. (03 901) 84 80 melden.

Von Kai Zuber

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