CDU-Kreischef nimmt Vorfall in Klein Gartz zum Anlass um eine Petition auf den Weg zu bringen

Fernitz fordert Obergrenze für Wölfe

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Ein Damkalb wurde Mitte Januar nahe Klein Gartz gerissen. Schnell fiel der Verdacht auf einen Wolf. Politiker fordern nun eine Obergrenze für die Tiere.

cz Salzwedel. „Ich habe grundsätzlich nichts gegen Wölfe. Aber es muss geprüft werden, wie viele Tiere die Region verträgt“, sieht Peter Fernitz (CDU) Handlungsbedarf und bezieht sich auf einen aktuellen Fall im Salzwedeler Ortsteil Klein Gartz.

Er brachte gestern eine Obergrenze für Wölfe, die sich immer weiter vermehren, ins Spiel und will damit die Bevölkerung schützen: „Es muss doch nicht erst was passieren.“ Um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen, will der Vorsitzende der Kreis-CDU und Salzwedeler Stadtrat eine Petition auf den Weg bringen. Diese soll Land sowie Bund dazu bringen, die Obergrenze auf die politische Agenda zu setzen. „Der Wolf ist in unserer Region das Thema Nummer 1“, ist der Politiker überzeugt und will die Petition in den Stadtrat sowie den Kreistag einbringen.

Kritisch sieht er den angekündigten Managementplan von Umweltministerin Claudia Dalbert (Grüne). „Ich hoffe, der Wolf versteht diesen auch und hält sich daran“, machte er gestern deutlich. Ähnlich sieht es der CDU-Landtagsabgeordnete Carsten Borchert. Auch er spricht sich für eine Obergrenze aus. Zum Thema Wolf gibt es am kommenden Donnerstag eine aktuelle Stunde im Landtag. Er verwies auf andere europäische Länder, die bereits reagiert haben. So gibt es im skandinavischen Raum die gesetzlich erlaubte Möglichkeit, den Bestand der Wölfe in Grenzen zu halten. Dies gelte zum Beispiel, wenn Gefahr in Verzug ist. Dann müsse es die Möglichkeit geben, schnell reagieren zu können. Die Politiker sind sich einig: Es sollte auf keinen Fall so lange gewartet werden, bis möglicherweise Menschen zu Schaden kommen.

Was die Aufnahme des Wolfes in das Jagdrecht angeht, verwies Peter Fernitz gestern auf einen Nachteil. Dann müssten Jäger und Verbände für Schäden aufkommen, die durch die Tiere entstehen. Er will eine Diskussion zu diesem Thema im Altmarkkreis Salzwedel anschieben. „Ich stelle immer wieder in Gesprächen fest, diese Entwicklung beschäftigt die Bewohner sehr“, so der Kommunalpolitiker gestern abschließend.

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