Abgeordneter Faber: „Bundeseinheitliche Regulierung der Population“

FDP: Wolf ins Jagdrecht

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Die FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag fordert, dass der Wolf ins Jagdrecht aufgenommen wird. Die Population der Tiere dürfe nicht unkontrolliert wachsen, so der Stendaler Bundestagsabgeordnete Marcus Faber.

Altmarkkreis Salzwedel. „Der Wolf muss in das Bundesjagdgesetz aufgenommen werden. “ Das fordert Dr. Marcus Faber, FDP-Bundestagsbgeordneter des Wahlkreises Altmark (Salzwedel und Stendal).

Marcus Faber

Die Population der Wölfe steige exponentiell und nehme jährlich um circa ein Drittel zu, schreibt Faber. „Wir als FDP verlangen von der Bundesregierung unter anderem, die Wolfspopulation aus Herdenschutzgründen und zum Schutz der Menschen im ländlichen Raum intelligent und bundeseinheitlich zu regulieren.“ Der inzwischen günstige Erhaltungszustand der Population fordere außerdem die Aufnahme in das Bundesjagdgesetz als konsequenten nächsten Schritt, so Faber.

Wölfe hätten sich unter anderem in den Bundesländern Brandenburg, Sachsen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt fest etabliert. Viele Landwirte seien in ihrer Existenz bedroht, wenn der Wolf ihre Herdentiere reiße. 2017 seien mehr als 1000 Tiere gerissen worden, eine Verdopplung gegenüber 2016. „Die Wölfe machen an den Landesgrenzen nicht halt“, begründet der Bundestagsabgeordnete aus Stendal die Forderung der FDP zur Schaffung einheitlicher Standards für ein bundesweites Wolfsmanagement und Wolfsmonitoring.

„Die Debatte zum Wolf darf aber nicht die Diskussion zur Zukunftsfähigkeit der Schaf- und Weidetierhaltung in Deutschland überlagern.“ Im Zweifel gelte es, zu den Land- und Viehwirten zu stehen“, so Faber weiter.

In der Sitzung des Umweltausschusses des Deutschen Bundestages am vergangenen Mittwoch war die Wolfspopulation in Deutschland Thema. Es fand eine öffentliche Anhörung statt. Die FDP brachte dabei den Antrag ein „Gefahr Wolf – unkontrollierte Population stoppen“. Bereits im Februar dieses Jahres hatte die Fraktion der Liberalen beantragt, den Wolf ins Bundesjagdgesetz aufzunehmen.

Von Jens Schopp

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