Eigentümer will retten, was zu retten ist / Gespräche mit Denkmalschützerin

Fassade der Brandruine in Salzwedel soll bleiben

In der Silvesternacht war im Antiquitätenladen im Eckhaus Holzmarkt- / Kramstraße ein Brand ausgebrochen.
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In der Silvesternacht war im Antiquitätenladen im Eckhaus Holzmarkt- / Kramstraße ein Brand ausgebrochen.

Salzwedel – „Die Rüstung kommt in den nächsten Tagen weg, dann ist der Bürgersteig wieder frei“, sagt Marius Lohr. Ihm gehört das Haus an der Ecke Holzmarkt- / Kramstraße.

In dem Gebäude war in einem Antiquitätenladen in der Silvesternacht ein Brand ausgebrochen und hatte auch auf das benachbarte Wohnhaus übergegriffen (wir berichteten). Trotz schnellen Einsatzes der Feuerwehren war ein Schaden von rund 130 000 Euro entstanden. Das halbe Dach des Eckhauses war eingestürzt.

Viel ist nicht mehr zu retten

Die Brandruine soll abgerissen werden – die Fassade aber zum Teil erhalten bleiben. Fotos: Wunberger / Reuter

Viel ist von dem Gebäude nicht mehr zu retten. Doch Marius Lohr will es versuchen. Allerdings wird dort kein Wohnhaus mehr entstehen, berichtet er. Der Salzwedeler will das einsturzgefährdete Gebäude abreißen lassen. Allerdings will er die Front als Mauer stehenlassen, um der Holzmarktstraße das Straßenbild zu erhalten. Anders als an der Altperverstraße 17, wo nach einem Teilabriss durch den Altmarkkreis nun das Buschwerk über die Mauern wuchert.

Doch der Teilerhalt an der Holzmarktstraße wird nicht einfach werden. „Es ist ja nicht mehr viel übrig“, blickt Lohr auf die Brandruine. „Wir wollen versuchen, wenigstens die Verblender vom Fachwerk zu erhalten“, schildert er. Für das Gesamtkonzept will sich Marius Lohr mit Salzwedeler Denkmalschützerin Ines Kahrens treffen, um sich Rat zu holen, damit noch so viel wie möglich Hausansicht stehen bleiben kann.

Nun soll erst einmal die Rüstung weg. Der Abriss und Umbau der Fassade ist für den Herbst geplant, blickt Lohr voraus. Bis dahin soll auch das Gesamtkonzept stehen. Denn was auf dem Grundstück hinter der Häuserfront geschehen soll, weiß der Eigentümer noch nicht. VON HOLGER BENECKE

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