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Erste Runde der Bürgermeisterwahl Salzwedel

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Von: Jens Heymann

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Wahlabend, 18 Uhr, Bürgercenter: Dustin Schulze (v.l.), Lena-Marie Witte, Angela Brattke, Vanessa Schneider, Katrin Pokorny und andere zählten die Stimmen schnell aus.
Wahlabend, 18 Uhr, Bürgercenter: Dustin Schulze (v.l.), Lena-Marie Witte, Angela Brattke, Vanessa Schneider, Katrin Pokorny und andere zählten die Stimmen schnell aus. Um 19.15 Uhr stand das vorläufige Endergebnis bereits fest. © Meineke, Ulrike

Für zwei Kandidaten geht es am Sonntag, 20. November, in die Stichwahl, für die drei anderen ist das Rennen um das Amt des Salzwedeler Bürgermeisters beendet. Und während die einen möglicherweise noch einmal ihre Wahlkampfstrategie nachjustieren, haben die anderen ihre Schlüsse aus ihrem Abschneiden gezogen.

Salzwedel – In der Geschäftsstelle der Linken an der Neuperverstraße war Kandidat Marco Heide am späteren Abend nicht mehr anzutreffen. Am nächsten Tag drückte er gegenüber der AZ dann aber seine Enttäuschung aus. Die Stichwahl sei das Ziel gewesen – doch 21,17 Prozent reichten nicht. Auf die trotzigen Reaktionen seiner Parteikollegen – „In sieben Jahren!“ – reagierte er zurückhaltend: „Ich weiß es nicht.“ Seit 2018 sei er mit mehr als einhundert Prozent gefahren; da müsse der Akku auch mal wieder aufgeladen werden. Er wolle sich aber weiterhin als engagierter Stadtrat zeigen.

Zerknirscht zeigte sich auch Nils Krümmel. Mit deutlich weniger als zehn Prozent (6,32) lag er noch unter seinem Bundestagswahlergebnis. Er habe keine Erklärung dafür. Mit seinem Programm sei er zufrieden gewesen, der Wahlkampf jedoch zu spät angelaufen. Aller Wahrscheinlichkeit nach wolle er künftig außer für den Stadtrat und dergleichen nicht mehr kandidieren.

Ganz gut war die Stimmung bei der AfD. „Für mich ein gutes Ergebnis“, erklärte Andy Scotland, der nach eigener Einschätzung als unbekanntester Kandidat ins Rennen ging. Mit den 8,23 Prozent sei er gut in die Politik reingekommen. Nun wolle er darauf aufbauen – mit Blick auf die Stadtratswahl 2024.

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