Verwaltung setzt Vorschlag ohne Diskussion um

SPD erstaunt: Hundetoiletten in Salzwedel aufgestellt

Ramona Striecks ließ Westi (West Highland White Terrier) Ophelia (11) die Hundetoiletten an der Stadtmauer testen und befand diese für gut.
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Ramona Striecks ließ Westi (West Highland White Terrier) Ophelia (11) die Hundetoiletten an der Stadtmauer testen und befand diese für gut.

Salzwedel – Erstaunt stellte SPD-Mann Thomas Wnuck bei einem Spaziergang an der Stadtmauer fest: „Da stehen ja Hundetoiletten. “ Denn genau das hatten die Genossen in einem Antrag an den nächsten Stadtrat gefordert.

Die Sozialdemokraten haben den Weg entlang der Mauer zwischen Jahn-Gymnasium und alter Feuerwache bereits mehrfach aufgeräumt, denn der viele Hundekot dort stinkt ihnen gewaltig. Beim vergangenen Arbeitseinsatz kamen 20 Liter auf dem Abschnitt zusammen.

Der Antrag zum Aufstellen der Hundetoiletten soll helfen, die Situation von Salzwedels Hundeklo zu lindern. „Wer will schon mit einem vollen Hundekotbeutel in der Tasche durch die Stadt flanieren“, macht Wnuck den Hintergrund des SPD-Vorstoßes deutlich. Deshalb hatten die Genossen drei Systeme gefordert, sodass Herrchen oder Frauchen jeweils an der ersten Hundetoilette einen Kotbeutel greifen können, darin das Geschäft ihres Vierbeiners aufsammeln und dieses dann in der nächsten Hundetoilette entsorgen können.

So haben es sich die Sozialdemokraten gedacht. Und so hat es die Stadt umgesetzt. „Ohne, dass unser Antrag erst noch diskutiert werden musste“, ist Thomas Wnuck mehr als erstaunt. Und freut sich: „Es ist genau so geworden, wie wir uns das vorgestellt hatten.“ Man wolle mit den Hundetoiletten ein Zeichen setzen, dass sich die Tierhalter um die Hinterlassenschaften der Hunde selbst kümmern, so der SPD-Mann.

VON HOLGER BENECKE

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