Alle Jahre wieder in Brietz: 40-Tonner und Ackermaschinen donnern über 7,5-Tonnen-Piste

Erntewalze rollt durchs Wohngebiet

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Chaos bei der Begegnung auf der Achterstrasse in Brietz: Die Erntewelle rollt mitten durch das Wohngebiet, dessen Straßen lediglich für maximal 7,5 Tonnen zugelassen sind.

Brietz. Das spätsommerliche Wetter nutzen die Landwirte, um ihre Ernte einzufahren. Transport- und Landwirtschaftsbetriebe haben aufgerüstet und nutzen riesige Erntemaschinen und ebenso die maximal möglichen Schwerlasttransportkapazitäten.

Diese bis zu 40 Tonnen schweren Maschinen donnern auch durch Wohngebiete, um zu den Ackerflächen zu gelangen und walzen alles platt, was ihnen unter die breiten Pneus kommt.

Beispiel Brietz. Ein riesiger Häcksler, gefolgt von etlichen Transportfahrzeugen, welche die Achterstraße hinauffuhren. Vor 25 Jahren wurde bei der Befestigung der Brietzer Anliegerstraßen diese als Zufahrten zu Wohngebieten konzipiert und für eine Tonnage bis 7,5 Tonnen ausgelegt. Schilder versagen schwereren Fahrzeugen die Zufahrt – mit Ausnahme landwirtschaftlich genutzter Fahrzeuge an der Achterstraße.

„Irgendwo müssen wir doch langfahren“, ruft einer der Fahrzeuglenker und fährt über die Bordsteine und Regenwassereinläufe. Erste Auflösungserscheinungen des Straßenbelages und der Gehwege sind bereits deutlich zu erkennen.

Alle Jahre wieder wird die mit 6,50 Meter Breite gebaute, zu schmale Abfahrt von der B 71 auf die Achterstraße zerfahren. Die Bordsteine zerbröseln unter den schweren Reifen, der Unterbau gibt bereits nach, was die Anlieger schon dunkel erahnen lässt, dass Kosten sie zukommen könnten.

Von Guido Meyer

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