Jugendfilmprojekt von Künstlerin Monika Thoms beim Offenen Kanal

Erfahrungen mit Trauer

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Eine Tellerlandschaft aus Knete entstand im Rahmen des Filmprojektes von Monika Thoms beim Offenen Kanal Salzwedel. Dazu hörten die Jugendlichen eine traurige Klaviermelodie.

Salzwedel. Seit einigen Wochen läuft beim Offenen Kanal Salzwedel das Jugendfilmprojekt „Anfangs stand ich ganz alleine da“ zum Thema Trauer. Beteiligt sind Mädchen und Jungen aus dem Wendland und der Altmark (AZ berichtete).

Der tödliche Unfall ihres Bruders und die Erfahrung, dass niemand da war, der ihr Trost gab, ließ bei der heutigen Künstlerin Monika Thoms den Entschluss reifen, sich und anderen Menschen zu helfen. Auf kreative Weise sollte das Aufarbeiten von Trauer ermöglicht werden. Die Künstlerin plante das nun laufende Projekt über elf Monate. Unterstützt wird sie derzeit von ihrem Mann Michael (einem Yoga-Lehrer). Begleitet von den weiteren Helfern Andreas Leitel (Offener Kanal Salzwedel), der Grafikerin Karen Hinz und dem neuen Teammitglied, der Hospiz-Mitarbeiterin Elke Sperlich, fand nun das dritte Treffen statt.

Im Rahmen des Jugendfilmprojektes von Monika Thoms findet ein reger Austausch von gesammelten Erfahrungen, Erlebtem und wie die Jugend von Salzwedel damit umgeht, statt. Weitere interessierte Teilnehmer sind dabei jederzeit willkommen. Die Treffen finden jeweils samstags, einmal im Monat, in den Räumlichkeiten des OKS von 11 bis 19 Uhr statt

Begleitet von einer traurigen Klaviermelodie erstellten die Jugendlichen zum Beispiel in Teamarbeit aus Knete eine Tellerlandschaft. Als Resultat gab es unter anderem Formen von Herzen, Insekten, Blumen und vieles mehr zu betrachten.

Zur Einstimmung auf den dritten Projekttag sahen die Mädchen und Jungen den Film „Es war einfach nur ein Abgrund“. Dazu kam die MDR-Regisseurin des Filmes, Katrin Hartig aus Magdeburg, persönlich vorbei und eröffnete den Projektbeteiligten einen Einblick in ihre Arbeit – mit Tipps und Tricks zum Filmdreh. Anschließend hatten die Jugendlichen die Möglichkeit ihre Fragen an die Regisseurin loszuwerden.

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